von Ulli Vogelpohl

Teamaufstellung

Freitagmorgen, pünktlich um 5:01 saß ich frisch rasiert und geduscht in Christians Auto und wir fuhren dem Arlberggiro entgegen. Wir zwei waren, zusammen mit Wolfgang, die letzten Zugänge für's Sprintaxteam. Gisela, Christoph und Dirk waren schon am Donnerstag angereist, Esther und Franky waren seit Montag in St. Anton.

Die Sorgen wegen des schlechten Wetters lösten sich im Tagesverlauf auf. Der Himmel hatte die erste Wochenhälfte ausgiebig zum Abregnen genutzt.

Fahrerbesprechung

Nachdem wir gegen Mittag unser „Hüttl" erreicht und die Räder zur Einrollrunde klar gemacht hatten, kamen uns Esther, Gisela, Franky, Dirk und Christoph entgegen. Die waren schon fertig für heute und teilweise recht beeindruckt von den Höhen und der Straßenführung. Nachdem wir dann auch den Arlberg erklommen hatten ging's zum Briefing ins Dorf.  

Der Rennleiter erzählte dann von mehreren Baustellen und Schotterabschnitten, in der ersten Abfahrt, zeigte nebelige Regenbilder von der Strecke und sprach von einem bestimmt verregneten Start am nächsten Tag. Zum Glück kannten wir den Guten schon vom letzten Jahr und nahmen ihn nicht zu ernst.

Block4

Samstag um 7 trafen sich alle zum Teamfoto (natürlich bei Sonne) und dann ging's in die Startblöcke.

Franky, der alte Fuchs startete aus dem II., da hatte er gleich die Chance auf gute Gruppen. Christian, Wolfgang und Dirk standen im III. und Gisela, Christoph, Esther die Spätentschlossene (Sie hatte sich erst am Vortag gemeldet) und ich waren gut gelaunt im IV. Block.


Nach einer kurzen Anfahrt durchs Dorf ging's gleich in die erste 500 HM-steigung (bis zu 15 %).

Nachdem Franky sich hier kurz aber heftig und erfolgreich ausgetobt hatte, stellte er sich von da ab bis zum Ziel voll in den Dienst des Teams. Ich hatte meinen Spaß als ich auf der Bergkuppe Christoph das Ortsschild von St. Christoph abnehmen konnte, wobei ich ihn vorher eindringlich gewarnt hatte, am ersten Berg nicht zu überziehen.

Die Abfahrt über 30 KM war klasse! Die Baustellen waren gut gesichert und außer Frankys Schlauchtasche gab's keine Verluste. Auf den nächsten 30 KM durchs Montafon mit leichter Steigung (2% – 5 %) rächte sich jetzt die Wahl des letzten Startblocks. Im Gegensatz zu Wolfgang, Christian und Dirk fand der Rest keine guten arbeitswilligen Gruppen mehr.

FrankyDas hatte aber auch den Vorteil, dass Abfahrtsmeisterin Esther wieder heran kam, die im ersten Berg zu viel Kraft fürs Schimpfen verbraucht hatte.

34Kehren

Ab Partenen ging's dann zur Sache: In 34 Kehren über 13 KM 1.100 HM bei bis zu 12 % nach oben!

Mitten im Anstieg dann ein Lichtblick: Mein Bruder „Hossi" stand im Sprintaxtrikot mit aufmunterndem Klatschen, breitem Grinsen und kalter Cola bereit, uns und anderen „Bedürftigen" eine Zwischenlabestation zu bieten. Das machte schon was her und wurde auch von Anderen bewundert. BruderHossi

Ein älterer einheimischer Mitfahrer, der hier auch kurz pausierte meinte: „Desch is a rechter Plombenzieher". Es war nicht ganz klar ob er damit die angebotene Cola und Twix oder den Berg meinte.

Auf der Bieler Höhe gab's dann für den 2. Sprintaxblock die 2. „Hossilabe" und dann ging's in die 40 KM Abfahrt nach Pians.

Glück für alle, die hier eine Gruppe hatten. Auf einer guten, einfach zu fahrenden Straße konnte man jetzt Zeit gut machen, die im Anstieg liegen geblieben war.

Dirk, der kurz seine Jacke angezogen hatte, brauchte danach 23 KM um wieder an Christian ran zu kommen. Das war wohl auch Christians kleine Rache, weil Dirk bei der Verpflegung so drängelte, dass er sich mit Brötchen in der Hand in die Abfahrt stürzte.

DirkChristian

Nach Pians und dem letzten Gel ging's dann noch mal 500 HM über echt anstrengende 26 gegenwindige KM zurück nach St. Anton. Als ich eintraf hatten Wolfgang, Dirk und Christian schon ihren ersten Kaiserschmarrn nach super Zielzeiten hinter sich. Das Bild des Tages kam aber noch, als Esther, Gisela, Franky und Christoph Arm in Arm über den Zielstrich fuhren, Geile Truppe kann ich nur sagen!!!

Gewonnen hat den Arlberggiro übrigens ein gewisser Jörg Ludewig.

Dann ging's zum Finisherbild und Siegerbier.

Finisher

Unsere „Hüttlerin" hatte dann natürlich auch noch einen Finisherbrand für uns, so dass wir vom Nachmittagskriterium im Ort nur noch die letzten Runden mit bekamen.

Der Abend fand dann seinen fröhlichen und feuchten Abschluss beim „Italiener", wo uns schon Wolfgangs und Dirks Familien erwarteten.

Ein tolles Team und eine super Truppe vielleicht nächstes Jahr mit ausgefeilterer Taktik wieder.

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