Bei bestem Wetter hatten wir eine tolle Beteiligung am Straßenrennen der Vereinsmeisterschaften 2015. Insgesamt 19 Fahrer, drei Fahrerinnen und zwei Gäste nahmen den anspruchsvollen 62 km-Kurs unter die Räder.

In der neutralisierten Anfahrt nach Hollenstein mussten wir bereits nach zwei Kilometern eine Schrecksekunde erleben, als Michael, einer unserer Gastfahrer, in Heepen zu Fall kam. Es sollte zum Glück die einzige brenzlige Situation bleiben. Für Michael war die Tour damit leider beendet.

Der Scharfrichter

P6028923Zügig ging es Richtung Bad Salzuflen wo der „scharfe" Start erfolgte. Aus dem letzten Jahr wussten alle, dass sich bereits im Anstieg nach Hollenstein entscheidende Gruppen bilden werden. Entsprechend flott wurde gefahren. Sofort setzten sich die kletterstarken U50er ab. Werner, Fred, Lars, Finn, Niklas und Christian erreichten als erste die Kuppe. Mit deutlichem Abstand, aber noch in Sichtweite folgte Dario, an dessen Hinterrad sich Jan festgebissen hatte und schließlich Ragnar. Felix musste derweil reißen lassen. Auf der Kuppe angekommen beschleunigte Dario um seine beiden Kletten abzuschütteln und alleine zur Spitzengruppe aufzuschließen. Allerdings gaben beide Verfolger mit Blick auf den starken Süd-West-Wind im lippischen Flachland nicht klein bei. Als wohl bester Rouleur des Vereins hat Dario halt ein gefragtes Hinterrad...

P6028931Ullrich führte die zweite große Gruppe am Berg an. Dicht auf den Versen waren ihm Viktor, Dirk, Franky und Martin. Wolfgang kämpfte mit etwas Abstand um den Anschluss und konnte ihn– wie auch Ulli – noch im Anstieg herstellen. Kurz hinter den Herren flog Felicitas die Serpentinen hinauf. Esther musste unterdessen bereits auf die Zähne beißen, um den Abstand nicht zu groß werden zu lassen. Wenig später folgte der gut gelaunte Norbert und schließlich Manuela.

Thomas G fuhr ebenso wie unser zweiter Gastfahrer am Hollenstein zwischen den ersten Gruppen.

In Brüntorf konnten Dario und Jan den Anschluss an die Spitze wieder herstellen, während Ragnar dem hohen Tempo in der Abfahrt Tribut zollen musste.

Taktisches Rennen in der Spitzengruppe

In der nun achtköpfigen Spitzengruppe wollte jetzt keiner mehr die Führung übernehmen. Allenfalls hinter Kurven und vor Ampeln kam etwas Bewegung in die Gruppe. Fred fuhr unermüdlich im Wind, verpasste es aber, bei einem kurzfristigen Vorsprung von einigen Metern eine Attacke durchzuziehen.

Während es Esther, Manuela und Norbert am Ende des Feldes jetzt etwas ruhiger angehen ließen, fuhr Felicitas immer in Sichtweite der zweiten Gruppe, in der sich mittlerweile auch der zurückgefallene Gastfahrer befand. Ulrich attackierte in dieser Gruppe immer wieder und hielt so das Tempo hoch. Aber wie Fred an der Spitze des Feldes schaffte auch er es nicht, sich entscheidend von seinen Mitstreitern abzusetzen.
Auch auf dem kurzen aber knackigen Anstieg auf der Billinghauser Str. Richtung Hörste und dem folgenden welligen Gelände bis Oerlinghausen wurde weiter taktiert. Keiner der Spitzenfahrer wagte einen Angriff.

Etwas weiter hinten im Feld verlor Ulli vor Hörste den Anschluss an die zweite Gruppe und Felicitas konnte zu ihm aufschließen.

Hinauf nach Gräfinghagen („Popofrische Eier") schlug Fred an der Spitze stoisch weiter ein hohes Tempo an. Jan folgte auf Position zwei um bei einer eventuellen Attacke der stärkeren Bergfahrer reagieren zu können. Lars zeigte sich zwischendurch vorne, zog aber nicht durch. So fuhr die Gruppe geschlossen in die Abfahrt. Attacken einzelner Fahrer waren in der großen Gruppe jetzt absolut aussichtslos.

Etwas später musste Ulrich an gleicher Stelle seinen ständigen Attacken in der lippischen Ebene Tribut zollen und ließ etwas reißen.

Das Finale

P6028955Fred hielt das Tempo während der gesamten Abfahrt hoch und niemand wollte vor dem Sprint eine Position weiter vorne einnehmen. Vorne galt also: großer Gang rein, Unterlenker und abwarten. Auf Höhe der letzten Kurve war es soweit, das große Rauschen setzte ein. Dario fuhr eine mächtige Attacke, konnte aber seine Verfolger Christian, Lars und Finn nicht abschütteln. Dann zogen Niklas und Werner an Jan und Fred vorbei. Jan sprang hinter den beiden her und fuhr im Sog nach vorne. Im harten Sprint konnte Jan schließlich bei Tempo 69 wenige Meter vor dem Ziel sein Vorderrad an Niklas vorbeischieben. Die Überraschung war perfekt, die Vereinsmeisterschaft hat einen Sprintsieger.

Wenige Minuten später ließ es sich Thomas G nicht nehmen, seinen jüngeren Begleitern beim finalen Sprint das Hinterrad zu zeigen. Ragnar und Felix mussten sich dem starken Sieger der ü50-Wertung geschlagen geben.

Auch in der mittlerweile ausgedünnten, zweiten große Gruppe wurde beherzt um jede Position gesprintet. Die besten Beine hatte schließlich Wolfgang, der sich so den zweiten Rang bei den ü50ern vor Franky sicherte. Es folgten Dirk, Viktor und Martin. Ulrich konnte in den Sprint nicht mehr eingreifen.

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Als nächste kamen Felicitas und Ulli ins Ziel. Es folgten Esther und Manuela, die das Ziel gemeinsam überquerten. Den Schlussakt setzte der noch immer sichtbar gut gelaunte Norbert, der nach seiner für die Damen geleisteten Führungsarbeit dennoch etwas erschöpft wirkte...

Platz u50 ü50 Frauen Punkte
1 Jan Thomas G Felicitas 15
2 Niklas Wolfgang W Esther + Manuela 12
3 Werni Franky   10
4 Dario Viktor   9
5 Christian Martin   8
6 Lars Ulrich   7
7 Finn Ulli   6
8 Fred Norbert   5
9 Ragnar     4
10 Felix     3
11 Dirk     2

Vielen Dank an Bernd für die Fotos, Monika und Helmut für die Zielverpflegung und Finn für das alkoholfreie Bier.

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Termine

++ Die Vereinsmeister 2017: Felicitas, Joachim, Werner ++ Joachim 1. in der AK M3 in Winterberg ++ Smilla 1. in Wuppertal ++

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