von Mirco Friese

k cid image012 jpg01D2B480Frühjahr, für die einen ist es die Jahreszeit, sich mit dem Rennrad nach Malle zu begeben und für die anderen sich bei den Frühjahresklassikern der Profis auszutoben. Für uns heißt es im Frühjahr „Secteurs und Paves“, was nichts anderes bedeutet, als wieder einmal die Königin der Klassiker „Paris-Roubaix“ unter die Räder zu nehmen.

Wie auch in den vergangenen Jahren wurden am Tag vor dem Profirennen wieder 3 Distanzen inkl. der legendären Kopfsteinpflasterpassagen angeboten. Die 173km Distanz inkl. aller Paves startet allerdings nicht am Velodrom in Roubaix sondern in Bugsny. Um den logistischen Aufwand gering zu halten, ging es für uns also am Velodrom auf die 145km bzw. 74km Runde.

Die 145km Distanz bietet dann insgesamt 31km Kopfsteinpflaster, verteilt auf 19 Secteurs, beginnend mit dem Wald von Arenberg. Die 74km Distanz wartet mit 11km Kopfsteinpflaster verteilt auf 9 Secteurs auf.

Bzgl. des Materials: Never Change a Running System. Specialized Crux mit 27er Conti 4 Seasons, bzw. 32er Specialized Trigger Pro Tubeless bei Marit. Auch beim Luftdruck keine Experimente. Conti 4,5 / 5,0 Bar und Specialized 2,8 / 3,1 Bar.

Obwohl man mit Transponder unterwegs ist, ist die Paris-Roubaix Challenge kein gezeitetes Rennen. Der Transponder dient nur zur Zeitmessung bestimmter Secteurs, wie dem Arenberg und dem Carrefour de l'Abre. Die Challenge hat eher RTF-Charakter mit einem Startfenster von 07:00-10:00 Uhr. Für uns ging es dann gegen 07:30 Uhr los. Das Wetter war mit 4-5 Grad zwar etwas frisch, aber windstill. Später war Sonnenschein vorhergesagt.

Die ersten Kilometer sind im Prinzip recht entspannt, denn auf der 145er Runde kommt für mich der Arenberg als erster Secteur, erst nach 50km. Bis dort kann man sich im Prinzip in EZF-Haltung entspannen, etwas Tempo bolzen und über das was noch kommt nachdenken. Gruppe fahren ist ohnehin nicht möglich, weil der Startmodus ja einer sehr entspannten RTF entspricht und jeder sein eigenes Tempo wählt. Kurz vor der ersten Verpflegung bei 30km bin ich noch auf zwei Mitstreiter aufgefahren, die zwar folgen konnten, aber nur bedingt hin und wieder mal führen wollten. Körner sparen war also auch hier Fehlanzeige. Der einzige geplante Halt sollte bei 112km sein, um etwas Wasser nachzufüllen und viel viel wichtiger, um belgische Waffeln für die Rückfahrt zu bunkern.

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Der erste „entspannte“ Teil verging recht schnell, allerdings setzte ca. 5km vor dem Arenberg dichter Nebel mit ca. 50-100m Sichtweite ein. Nicht gerade optimal wenn man sich ohne Licht auf öffentlichen Straßen herumtreibt und Nebel könnte auch feuchtes Kopfsteinpflaster im Wald von Arenberg bedeuten. Pünktlich bei 50km ging es dann los, die kostenlose Popomassage für die ersten 2.400 m. Fahrtechnik war klar. So schnell wie möglich rein und alles in Unterlenker, um ohne umzugreifen die Schaltung zu erreichen. Außerdem sieht es auf dem Foto sowieso besser aus. Aus eingangs 32-33km/h, mehr ist nach der Rechtskurve vor dem Secteur nicht möglich, wurden dann stabile 25-26km/h. Immer noch schnell genug, um sehr langsame mitleidende Teilnehmer links oder rechts zu überholen.k cid image011 jpg01D2B480

Auch bei der mittlerweile 4. Teilnahme stellt sich speziell hier im Wald von Arenberg immer wieder die Frage „Warum und was zur Hölle mache ich hier eigentlich?“ Zugeben, keine Ahnung. Es ist anstrengend, total bekloppt, aber doch irgendwie geil, besonders wenn man nach 145km wieder in das Velodrom von Roubaix einfährt.

Nach den ersten 2.400 m Rappel Materialcheck. Alles noch dort, wo es hingehört und ganz wichtig, die Trinkflasche hat sich auch nicht bewegt. Also auf zu den verbleibenden 18 Secteurs der Kategorie 2-5 Sterne.Im weiteren Verlauf setzte sich dann auch die Sonne mehr und mehr durch. Perfektes Wetter, immer noch mehr oder weniger windstill und die Secteurs waren alle trocken und sehr gut fahrbar.Beeindruckend sind auch immer wieder die Fans, die sich für den Folgetag zum Profirennen schon in Position gebracht haben und Partylaune vermitteln.

k cid image008 jpg01D2B480Mit der Passage des 4. letzten Secteur Carrefour de l'Abre war dann auch klar, dass ich meine Zeit vom letzten Jahr etwas verbessern könnte. Ziel war natürlich primär durchkommen und sekundär nicht schlechter als im Vorjahr. Der l'Abre gilt auch als 5 Sterne Secteur, war allerdings mit leichtem Rückenwind recht zügig zu fahren. Vor zwei Jahren mit Gegenwind ging es von Stein zu Stein und war etwas mühsamer. Bei 138km war es mit dem letzten Abschnitt dann quasi geschafft. Noch eine leichte Steigung und dann leicht bergab und mit einer grünen Ampel Welle ab ins Velodrom, wo Marit nach ihren absolvierten 74km schon auf mich wartete.

Was natürlich nicht fehlen darf, ist die Nutzung der nostalgischen Duschen, ja das Wasser ist warm, bzw. war recht heiß und die kulinarischen Entgleisungen in Form von Burger und Pommes.

Gruß
Mirco und Marit

 

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