{"id":3778,"date":"2014-04-19T18:25:56","date_gmt":"2014-04-19T16:25:56","guid":{"rendered":"https:\/\/sprintax.de\/wordpress\/2014\/04\/19\/querfeldein-fuer-anfaenger\/"},"modified":"2014-04-19T18:25:56","modified_gmt":"2014-04-19T16:25:56","slug":"querfeldein-fuer-anfaenger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sprintax.de\/wordpress\/2014\/04\/19\/querfeldein-fuer-anfaenger\/","title":{"rendered":"Querfeldein f\u00fcr Anf\u00e4nger"},"content":{"rendered":"<p><strong>Zur\u00fcck zu den Wurzeln \u2013 Auf den Spuren von Malte Urban oder \u201eQuerfeldein f\u00fcr Anf\u00e4nger\u201c<\/strong><br \/><em>von Jan Horstkotte<\/em><\/p>\n<p><strong>Wurzeln.<\/strong> Wurzeln sind in mehrfacher Hinsicht von Bedeutung f\u00fcr diesen Bericht. Blicken wir zun\u00e4chst einmal zur\u00fcck auf meine \u201eWurzeln\u201c beim RC Sprintax, meinem ersten Kontakt mit Peter. Es muss 2006 gewesen sein, Peter machte \u201eKaltakquise\u201c zwischen Nutella und Paniermehl. Ich hatte mir gerade mein erstes Rennrad gekauft, da erregten zwei Rennr\u00e4der in der Lebensmittelabteilung eines Einkaufsmarktes mein Interesse. Das der nette junge Mann neben Peter erst vier Jahre zuvor als Profi den Giro d\u2018 Italia fuhr ahnte ich damals gar nicht. Es war Malte Urban.<\/p>\n<p>Silvester 2008 hat es mich dann an den Elisabethsee nach Herford verschlagen. Dort habe ich zum ersten Mal live ein Querfeldein-Rennen gesehen. Malte Urban fuhr sein letztes Rennen und wurde zum dritten Mal Deutscher Meister.<\/p>\n<p>Seitdem hat mich dieser Sport fasziniert. Das wollte ich unbedingt einmal ausprobieren.<\/p>\n<p>In diesem Jahr war es dann soweit, die aufkommenden Scheibenbremsen haben den Ausschlag gegeben mir endlich mal ein Querfeldein taugliches Rad zu kaufen. Und so kommen wir zu den n\u00e4chsten Wurzeln, den Wurzeln im Bornheider Wald.<\/p>\n<p><strong>\u201eSingletrails, Wurzeln und Matsch\u201c<\/strong><br \/><em>08.12.13 Weser Ems Cup in Osnabr\u00fcck<\/em><\/p>\n<p>180 Anmeldungen in den Hobbyklassen, davon alleine 60 in meiner Altersklasse. \u201eWie soll das beim Cross gehen und werde ich noch einen Startplatz nachmelden k\u00f6nnen?\u201c diese Fragen gingen mir durch den Kopf, als ich fr\u00fch morgens gemeinsam mit Thomas S. Richtung Osnabr\u00fcck fuhr. Thomas, der selber aufgrund einer Erk\u00e4ltung nicht starten konnte, fuhr als mentale Unterst\u00fctzung mit. Vielen Dank daf\u00fcr!<\/p>\n<p>Meine Bedenken wurden vor Ort schnell zerstreut: \u201eNachmeldung? Kein Problem!\u201c.<\/p>\n<p>Zwei Runden zum kennenlernen der Strecke waren zeitlich noch drin. Der Waldboden hatte den Regen der letzten Tage gut verkraftet. Obwohl es keine Lauf- oder Sprunghindernisse gab, machten viele Wurzelpassagen, Singletrails und ein aufgeweichter, langer Anstieg die Strecke in Osnabr\u00fcck technisch anspruchsvoll. Herrlich, alleine f\u00fcr die Aufw\u00e4rmrunden h\u00e4tte sich die Anreise schon gelohnt. Wo hat man schon die M\u00f6glichkeit einen so vielf\u00e4ltigen, abgesperrten Kurs mit Vollgas zu fahren.<\/p>\n<p>Am Start dann die \u00dcberraschung, die Hobbyklassen starteten nicht alle gleichzeitig, sondern leicht zeitversetzt und an Stelle der 60 Teilnehmer der Meldeliste warteten nur knapp 30 Fahrer meiner Altersklasse auf den Startschuss. Entgegen meiner Bef\u00fcrchtungen verteilten sich die Teilnehmer daher auf den schmalen Trampelpfaden im Wald das ganze Rennen \u00fcber sehr gut.<\/p>\n<p><em>Hobby, oder was?<\/em><\/p>\n<p>Oder hatte ich doch das falsche Rennen erwischt? Ein Blick in die Teilnehmerreihen machte mich noch einmal nachdenklich. Reine Hobbyfahrer habe ich mir immer etwas anders vorgestellt. Bis auf wenige Ausnahmen w\u00fcrden die Teilnehmer in einem Lizenz-Fahrerfeld nicht auffallen. F\u00fcr meine Taktik machte das allerdings keinen Unterschied. Meine Ziele im ersten Crossrennen waren: ankommen, lernen und nicht Letzter werden.<\/p>\n<p>Vom Start weg hatte ich mich bewusst am Ende des Feldes einsortiert. Auf den langen Geraden und den technisch weniger anspruchsvollen Streckenteilen konnte ich gut mithalten. In den Singletrails habe ich dann gemerkt, dass ich noch viel dazu lernen muss. Dort haben mir ausnahmslos alle Fahrer Meter f\u00fcr Meter abgenommen. In den Abfahrten und Kurven bremse ich noch zu viel und bin deutlich zu langsam. Hinter einer Kurve stellte sich mir dann das erste Mal das matschige Haupthindernis in den Weg. Nur einer Hand voll Fahrern gelang es, den H\u00fcgel fahrend zu \u00fcberwinden. Ich geh\u00f6rte nicht dazu.<\/p>\n<p>In der dritten Runde waren meine Akkus komplett leer, nach dem Matschanstieg kam ich kaum noch auf das Rad. \u201eEine weitere Runde fahren? Wenn es denn unbedingt sein muss!\u201c Kurz vor dem Ziel wurde ich in der vierten Runde dann von den drei Spitzenfahrern \u00fcberrundet. Schade, aber so konnte ich die letzte Runde wenigstens zum gem\u00fctlichen ausrollen nutzen.<\/p>\n<p><em>Mein Fazit:<\/em><br \/>Geile Strecke, viel Spa\u00df und alle Ziele erreicht: angekommen und nicht Letzter (Platz 21). Ich bin angefixt!<\/p>\n<p><strong>\u201eZwischen Maisfeld und Volleyballplatz\u201c<\/strong><br \/><em>15.12.13 Weser Ems Cup in Emsdetten<\/em><\/p>\n<p>Thomas S. war hei\u00df, trotz leichter Erk\u00e4ltung hat er letzten Sonntag nach dem Rennen in Osnabr\u00fcck noch seinen Crosser gesattelt und hat f\u00fcr Emsdetten trainiert. Also haben wir in Emsdetten zu zweit das Rennen in Angriff genommen. Thomas bei den Hobby-Senioren und ich in der Hobbyklasse.<\/p>\n<p>Die Streckenbeschreibung l\u00f6ste bei mir nicht unbedingt Begeisterung aus: <br \/><em>\u201eDie Rennstrecke befindet sich haupts\u00e4chlich auf einem abgeernteten Mais-Acker. Ein Teil der Strecke verl\u00e4uft durch das angrenzende Freibad. Dabei werden die Radfahrer auch durch den Sand des Beachvolleyballfeldes &#8218;pfl\u00fcgen&#8216;.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Schon das erste Hindernis, ein steiler Erdh\u00fcgel, versprach Spannung. Nach einer ersten Proberunde waren Thomas und ich uns einig: den werden wir laufen.<\/p>\n<p>Erwartungsgem\u00e4\u00df staute sich das Teilnehmerfeld in der ersten Runde an dieser Stelle. Ein kurzer Blick von oben: die F\u00fchrenden sind schon jetzt 400 Meter weg. Den H\u00fcgel endlich \u00fcberwunden ging es die einzige rutschige B\u00f6schung hinunter ins Freibad. Dort wartete das Beachvolleyballfeld auf uns. Der Sandkasten war f\u00fcr viele die Schl\u00fcsselstelle des Rennens. Es ist unglaublich, wie anstrengend das Laufen mit einem geschulterten Rad im tiefen Sand sein kann. Nat\u00fcrlich habe ich es jede Runde versucht die Sandgrube zu durchfahren, hatte letztlich aber keine Chance. Sp\u00e4testens nach 15 Metern war Schluss. Die Zuschauer hatten an dieser Stelle wahrscheinlich den meisten Spa\u00df.<\/p>\n<p>Der Rest der Strecke f\u00fchrte \u00fcber ein abgeerntetes Maisfeld. Mit Schrecken dachte ich vorab an die nassen, schweren B\u00f6den der Ackerfl\u00e4chen auf der Wappenrunde. Doch das M\u00fcnsterland ist nicht Ostwestfalen. Der Boden hat einen hohen Sandanteil und war super befahrbar. Die Strecke wurde von Runde zu Runde sogar besser. Auf dem Feld hatten die Veranstalter noch einige enge Kehren in den Kurs eingebaut. Das m\u00fcssen Thomas und ich dann wohl noch einmal \u00fcben. Elegant ist sicher anders.<\/p>\n<p>Besser sah das dann schon bei dem Doppel-Sprunghindernis aus. Abspringen- \u00dcberspringen-Aufspringen, das machte richtig Spa\u00df! Auf die anderen Fahrer habe ich in diesem Hindernis trotzdem einige Meter verloren. Auch hier gilt: \u00dcbung macht den Meister.<\/p>\n<p>Viel Zeit haben Thomas und ich in den folgenden Runden auch am Erdh\u00fcgel liegen lassen. Unbeirrt an unserer Taktik festhaltend haben wir den H\u00fcgel bis zum Schluss laufend erklommen. Wir haben gar nicht bemerkt, dass der Untergrund von Runde zu Runde besser wurde und der H\u00fcgel zum Schluss gut befahrbar war.<\/p>\n<p>Alles in allem eine komplett andere Strecke als letzte Woche. F\u00fcr mich war sie weniger anstrengend, da mehr Rollerpassagen enthalten waren (die mir ja entgegen kommen). Trotzdem habe ich auch heute wieder feststellen m\u00fcssen, dass die Fahrtechnik einen riesen Unterschied ausmacht. Am Ende hatte ich heute keine Chance. Vom Start an war nur ein Fahrer hinter mir, das sollte auch so bleiben, den Mountainbiker vor mir hatte ich eigentlich im Visier. Am Ende konnte aber auch er mir einen Vorsprung abtrotzen.<\/p>\n<p>Thomas hatte etwas Pech, von Anfang an musste er dem Feld hinterherjagen, da ihm seine Kette beim Start abgesprungen war. Drei Fahrer konnte er noch abfangen.<\/p>\n<p>Wir sind uns einig: es gibt noch viel zu lernen, das Feld ist aber nicht uneinholbar entfernt. Schade, dass der Weser-Ems-Cup 2013\/2014 bereits fast zu Ende ist. N\u00e4chstes Jahr sind wir wieder dabei. Und dann mischen Thomas und ich gemeinsam die Senioren 2 auf.<\/p>\n<p>So gut wie Malte werden wir aber wohl nicht mehr&#8230;<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"pull-left\" style=\"margin: 10px 10px 0px;\" src=\"images\/Querfeldein2.jpg\" alt=\"Querfeldein\" width=\"250\" height=\"189\" \/>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 8pt;\">&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Mit freundlicher Genehmigung von&nbsp;&#8222;andis-radsportfotos.de&#8220;<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur\u00fcck zu den Wurzeln \u2013 Auf den Spuren von Malte Urban oder \u201eQuerfeldein f\u00fcr Anf\u00e4nger\u201cvon Jan Horstkotte Wurzeln. Wurzeln sind in mehrfacher Hinsicht von Bedeutung f\u00fcr diesen Bericht. Blicken wir zun\u00e4chst einmal zur\u00fcck auf meine \u201eWurzeln\u201c beim RC Sprintax, meinem ersten Kontakt mit Peter. 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