{"id":3917,"date":"2014-06-05T17:08:17","date_gmt":"2014-06-05T15:08:17","guid":{"rendered":"https:\/\/sprintax.de\/wordpress\/2014\/06\/05\/oetztaler-radmarathon-2009\/"},"modified":"2014-06-05T17:08:17","modified_gmt":"2014-06-05T15:08:17","slug":"oetztaler-radmarathon-2009","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sprintax.de\/wordpress\/2014\/06\/05\/oetztaler-radmarathon-2009\/","title":{"rendered":"\u00d6tztaler Radmarathon 2009"},"content":{"rendered":"<p><em>Ein Bericht von Achim Kaufmann<\/em><\/p>\n<p><strong>6.20 Uhr<\/strong>: Wir, das sind Ragnar, Dario, J\u00f6rg, Thomas und ich, standen gut gek\u00fchlt mit ca. 3800 Mitstreitern bei +4\u00b0 C im Startblock, etwa in der Mitte und warteten auf den Startschuss. Ein Hubschrauber kreiste schon und zog diverse Dinge in die Luft, ein Riesen Trikot und ein sehr gro\u00dfes Rennrad. Was sich sonst noch alles vor dem Startblock so abspielte bekamen wir gar nicht mit, zu lang zog sich das Starterfeld dahin.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignright size-full wp-image-3916\" style=\"margin: 5px; float: right;\" src=\"https:\/\/sprintax.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/tztal2.jpg\" alt=\"\u00d6tztaler Radmarathon\" width=\"200\" height=\"133\" srcset=\"https:\/\/sprintax.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/tztal2.jpg 800w, https:\/\/sprintax.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/tztal2-300x200.jpg 300w, https:\/\/sprintax.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/tztal2-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>Endlich ging es los, schnell die Jacke noch abgegeben und dann Richtung \u00d6tz, 32 Km bergab. Die K\u00e4lte kroch in die F\u00fc\u00dfe, trotz langen Handschuhen hatte ich Eish\u00e4nde. Nach der ersten Tunneldurchfahrt lag der erste Mitstreiter auf dem Asphalt, ein blutiges Gesicht, Rad kaputt, ein j\u00e4hes Ende.<\/p>\n<p>Meine Radfreunde waren mittlerweile alle an mir vorbei. Ich blieb immer sch\u00f6n im gr\u00fcnen Bereich, wollte doch nur locker durchkommen.Vor mir lag dann endlich der Kreisverkehr in \u00d6tz mit dem Hinweisschild K\u00fchtai, trotz kalter Finger wechsele ich die Handschuhe, kurze fuhren sich im 18.5 Km langen Anstieg hinauf auf den K\u00fchtaisattel einfach besser.<\/p>\n<p>Im Anstieg war es eng, das Fahrerfeld noch dicht zusammen, aber mir wurde sch\u00f6n warm. Es lief gut, das Training an der Luise sollte sich heute noch auszahlen.<\/p>\n<p>Auf der Stra\u00dfe lagen Handschuhe, Energieriegel, Windjacken und Westen, alles was so im Renngeschehen verloren ging und die Zeit und der Platz zum Aufheben fehlte.<\/p>\n<p>Nach etwa 9 Km auf einmal ein Stau, gerade im 18% igen Teil. Eine Baustelle mit Engpass, absteigen und kurz geschoben. 3 Minuten die Beine vertreten und schon ging es weiter. Kehre um Kehre und Meter f\u00fcr Meter. Wir kamen an die Baumgrenze, Raureif auf den Almwiesen. Braune K\u00fche mit Glocken um den Hals und pl\u00fcschigen Ohren schauen teilnahmslos durch die Gegend und standen teils mitten auf der Stra\u00dfe herum.<\/p>\n<p>Etwas Sp\u00e4ter erreichte ich die erste Labstation nach 51 Km auf 2020 Meter H\u00f6he.<\/p>\n<p>Eine kurze Pause, Handschuh Wechsel und runter ging es in die Abfahrt. Noch einmal wurde es bitter kalt, zum Gl\u00fcck hatte ich mich am Morgen f\u00fcr Knielinge entschieden.<\/p>\n<p>83,7 zeigte mein Tacho, f\u00fcr mich als lausigen Abfahrer echt gut.<\/p>\n<p>Je tiefer es ins Tal ging desto w\u00e4rmer wurde es.<\/p>\n<p>Als das Tal erreicht war, fuhren wir auf der alten Passstra\u00dfe Richtung Brennerpass. 770 Hm waren bis dahin zu \u00fcberwinden. Das Tempo in der Gruppe war jetzt gem\u00e4\u00df dem Spruch: \u00fcberziehst du am Brenner, leidest du am Jaufen und stirbst du am Timmelsjoch.<\/p>\n<p>Also radelten alle recht entspannt weiter, zur linken das Inntal. Dann ein paar kleinere Wadenkneifer, Anstiege von 12%. Nach 127 Km war die Labstation Brenner erreicht.<\/p>\n<p>Kurz essen und die Flaschen auff\u00fcllen dann ging es in die Abfahrt, Richtung Italien. Es war jetzt mittlerweile angenehm warm. Die Stra\u00dfen waren breit und bis nach Sterzing am Fu\u00dfe des Jaufenpasses waren es nur 19 Km.<\/p>\n<p>Den Jaufen ging es dann gleichm\u00e4\u00dfig mit durchschnittlich 7.6% Steigung 15.5 Kilometer Berg auf. Ich fuhr in meinem Rhythmus an vielen Radlern die mich in der Abfahrt \u00fcberholt hatten wieder vorbei. Es lief sehr gut, meine Beine waren noch frisch und ich freute mich schon jetzt sehr auf das Timmelsjoch. Ich genoss die beeindruckenden Aussichten und die vielen Berggipfel. Denn vor dem \u00d6tzi war ich noch nie mit dem Rennrad in den Alpen, so sch\u00f6ne lange Anstiege hatte ich auch noch nicht.<\/p>\n<p>Nach 15.5 Km und einigen Kehren war die Passh\u00f6he von 2090 m erreicht. Eine wirklich tolle Aussicht. Passend zur Aussicht gab es eine Pause und Leckereien an der Labe. Und sogar eine Massagebank, f\u00fcr m\u00fcde und verkrampfte Beine. Nichts f\u00fcr mich.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend ging es in die Abfahrt, viele Kehren mit teils sehr schlechtem Stra\u00dfenbelag. Eine Kehre unter mir fuhr der Rettungswagen mit Blaulicht ab. Vorsicht war geboten. Die nicht enden wollende Abfahrt bei sch\u00f6nstem Wetter ging bis St. Leonhard. Dort begann bei 32\u00b0C der 29 Km lange und sch\u00f6nste Anstieg des Rennens zum Timmelsjoch. Die Passh\u00f6he liegt auf 2509 m.<\/p>\n<p>Es waren schon viele gequ\u00e4lte Gesichter zu sehen, zwischen Mos und Sch\u00f6nau wurden die Schieber auch mehr. F\u00fcr einige endete dort der Traum vom Finisher.<\/p>\n<p>Die sch\u00f6ne Aussicht und die vielen Radler die ich hinter mir lie\u00df zogen mich regelrecht immer h\u00f6her, ein wahrer Genuss.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich war der auch der letzte Gipfel erreicht, nach dem folgenden Tunnel zog ich erst mal wieder die Armlinge an, es wurde frisch.<\/p>\n<p>Als letzter Wadenkneifer war nun nur noch die Mautstation auf der Strecke, die letzten 220 H\u00f6henmeter. Das Ziel S\u00f6lden war nahe. Gut gelaunt und zufrieden den \u00d6tzi geschafft zu haben rollte es ins Ziel. Wir kamen alle gut im Ziel an. Ragnar als schnellster, trotz dreimonatiger Trainingspause, alle Achtung!!<\/p>\n<p>Es waren viele Zuschauer an der gesamten Strecke die uns anfeuerten. Zu Trinken und zu essen gab es an den Labestationen auch genug, wenn man denn anhielt.<\/p>\n<p>Im Anschluss lie\u00dfen wir den \u00d6tztaler mit der Nudelparty und jede Menge Spa\u00df ausklingen.<\/p>\n<p>N\u00e4chstes Jahr gibt es den 30. \u00d6tztaler Marathon, wer kommt mit? Es lohnt sich!<\/p>\n<p>Auf <a href=\"http:\/\/www.oetztaler-marathon.com\">www.oetztaler-marathon.com<\/a> gibt es noch mehr Bilder zu sehen.<\/p>\n<p>Unsere Zeiten:<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><span style=\"line-height: normal;\">Ragnar<\/span>&nbsp;<\/td>\n<td><span style=\"line-height: normal;\">&nbsp;9:07.47,6<\/span>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"line-height: normal;\">J\u00f6rg RSV G\u00fctersloh<\/span><\/td>\n<td>&nbsp;<span style=\"line-height: normal;\">9:13.42,4<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"line-height: normal;\">Dario&nbsp;<\/span><\/td>\n<td><span style=\"line-height: normal;\">&nbsp;9:44.28,4<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"line-height: normal;\">Thomas<\/span><\/td>\n<td><span style=\"line-height: normal;\">10:50.36,9<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"line-height: normal;\">Achim&nbsp;<\/span><\/td>\n<td><span style=\"line-height: normal;\">11:09.08,3<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Gen\u00e4chtigt haben wir in der Pension Karl Rimel direkt am Zielbereich an der Freizeitarena in S\u00f6lden. Wo uns Rimels Karo mit \u00c4pfeln und Obstler am Anreisetag empfing. Sie ist \u00fcbrigens Radlerin im Radclub \u00d6tztal (urc-oetztal.at ) und hatte f\u00fcr Ragnar und mich, da wir ohne Alpen- und Passerfahrung waren, noch den ein oder anderen Tipp f\u00fcr den \u00d6tzi. In S\u00f6lden gab es auch die feinsten R\u00e4der zu sehen, an Sportgesch\u00e4ften mangelte es nicht.<\/p>\n<p>Wir hatten ein echt tolles Radsport Wochenende im \u00d6tztal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Bericht von Achim Kaufmann 6.20 Uhr: Wir, das sind Ragnar, Dario, J\u00f6rg, Thomas und ich, standen gut gek\u00fchlt mit ca. 3800 Mitstreitern bei +4\u00b0 C im Startblock, etwa in der Mitte und warteten auf den Startschuss. 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