Schlagwort: Transalp

  • Transalp 2007 – 1. Etappe

    24.06.2007

    1. Etappe: Oberammergau – Imst

    Gesamtlänge: 109,43 km
    Höhenmeter: 2226 Hm
    Pässe: Ammersattel (1082); Namlos; Hahntennjoch (1894)

    Endlich ist es soweit! Der Tag der 1. Etappe ist gekommen. Pünktlich um 10:00 Uhr fällt in Oberammergau bei strahlendem Sonnenschein der Startschuss durch den Bürgermeister und den Jeantex-Inhaber. 1100 Fahrer starten auf die 852 Kilometer.

    > Streckenverlauf

    Die Taktik für diese erste Etappe für unser Sprintax-Alpecin-Team ist ganz klar: eine kontrollierte Offensive. Direkt nach dem Start wird die Etappe bei km 20 mit dem ersten kleineren Paß, dem Ammersattel (1082 m) eröffnet. Voralpen-wellig geht es weiter über Reutte, Bickbach, Kelmen und wieder hinab nach Stanzach, von wo aus die erste echte Herausforderung – das Hahntennjoch – sich schon in den Blick hinein schiebt. Die kurvenreiche und enge Straße mit bis zu knapp 19% Steigung verlangt Bettina und Jens die erste Höchstleitung der diesjährigen Transalp ab, zumal sie auf dem Anstieg von sommerlich warmen Temperatur begleitet werden. Nach der Gipfelüberquerung bei 1894 m warten 15 km rasende Abfahrt bis direkt in den heutige Zielort Imst auf sie.

    Dort nach 04:10 h angekommen, können sie auf eine recht erfolgreichen Auftakt blicken. Die Taktik ist voll und ganz aufgegangen. Die ersten 80 km kontrolliert offensiv gefahren, das Hahntennjoch bedacht offensiv und die letzten 15 km einfach nur noch offensiv. Kaum im Ziel angekommen, war unser Team auch schon zu einer ersten Stellungnahme bereit und sprach dort schon von wieder erfrischten Beinen. Beste Voraussetzungen also für die morgige Etappe von Imst über 147 km (3195 hm) und zwei anspruchsvollen Pässen.

    Die 04:10 h bedeuteten für den heutigen Auftakt einen 23. Platz von 84 Teams in der Mixed-Wertung. Schaut man auf den Verlauf der letztjährigen Transalp und darauf, dass die Teams von Platz 16 bis Platz 23 in einem Zeitfenster von 8 Minuten liegen, dürfen wir in den nächsten Tagen noch einiges erwarten!

    Ergebnis der 1. Etappe

    Platz   Team   Etappen-
      zeit
      Gesamt-
      zeit
    Kat-
    Rang
      1   Orthomol Sport Bikeboard.At   5:05.29,5   8:33.39,5   1
      …   …   …   …   …
      16   Tsh / Team Bergamont      4:02.34,7   4:02.34,7   16
      17   Team Wistler      4:03.18,4   4:03.18,4   17
      18   Südtirol Rewel 5      4:04.43,8   4:04.43,8   18
      19   Habs Kommen Sehen      4:04.51,0   4:04.51,0   19
      20   Team Wolfsburg     4:05.44,0   4:05.44,0   20
      21   Arriva      4:07.56,8   4:07.56,8   21
      22   der Berg Ruft      4:09.31,9   4:09.31,9   22
      23   Sprintax-Alpecin      4:10.18,9   4:10.18,9   23
      24   Sicilia-Bike.De 2      4:10.35,5   4:10.35,5   24
      25   Fireweed     4:11.37,0   4:11.37,0   25
      26   Hellas Triathlon      4:12.09,1   4:12.09,1   26
      27   Oberreintal      4:12.36,0   4:12.36,0   27
      …   …   …   …   …
      84   Paragraphenreiter      5:53.13,3 5:53.13,3   84
  • Transalp 2007 – Die Vorbereitung

    Im Laufe der nächsten Monate begann ein konsequentes Trainingsprogramm, gespickt mit der einen oder anderen längeren RTF.

    Bei unseren feierabendlichen Runden kam häufig die Frage von mir: „… und was liegt heute an?“ – „3 mal 5 Minuten Bergintervall“ – „alles klar, ich komme hinterher und bin auch irgendwann oben“. Ganz kontrolliert, bewusst und stetig haben beide ihre Form aufgebaut.

    Mitte dieser Woche gab es nun den letzten Test mit den für die Berge montierten Kettenblättern.

    Unsere beiden „alten Hasen“ wissen gut, was auf sie zu kommt, die nötige Portion Respekt vor den Pässen ist da, aber auch das gewissen Kribbeln der Vorfreude. Ist erst der erste Pass erklommen und die Blicke beider schweifen über die Landschaft, wird sich bei ihnen das einmalige Gefühl dieser Transalp wieder breit machen. Vor Bettina und Jens werden hoffentlich 852 unvergessliche, sonnige und wunderschöne Kilometer mit insgesamt 18760 Hm und 18 Alpenpässen von Oberammergau bis nach Riva am Gardasee liegen.

  • Transalp 2007 – Rückblick

    Ich erinnere mich noch ganz genau, mit welch einer Spannung ich letztes Jahr Bettina und Jens bei der Transalp verfolgt habe. Vielleicht ein kurzer Satz einleitend zu mir, ich gehöre zur legendären Lemgoer Trainingsgruppe, die sich an der Lipperlandhalle trifft.

    Eigentlich stand für Bettina und Jens schnell fest, dass das ganze ein einmaliges Highlight sein sollte. Mir ist noch der Abend in Gedanken, an dem wir zusammen den Film über den Transalp 2006 Rückblick geschaut haben. Trotz aller Dementis sagte das Funkeln in den Augen der beiden etwas anderes. Irgendwann einigen Wochen später, es war mittlerweile Herbst und beide fuhren schon ihre Cross-Saison, war es dann soweit: „Wir machen es noch einmal!“ Die ungebrochene Vorfreude war Jens dabei im Gesicht zu sehen.

    Der offizielle Anmeldestart kam und ehe im frühen Winter unser Team einen Zugang zur Anmeldeseite im Internet bekommen konnte, waren alle Plätze ausgebucht. Nach der Überwindung des ersten kleinen Schocks war schnell die Entscheidung herbeigeführt, doch noch den Weg über die Nachmeldelisten zu gehen. Ein aussichtsloser Platz in der Nachmeldeliste dämpfte erneut die Aussichten.

    Dann kam der einen Sonntag. Es war ein sonniger Spätwinter-Morgen im Februar. Zu dritt warteten wir an der Lipperlandhalle auf Jens und Bettina. Als beide um die Ecke bogen, dachte ich nur: „merkwürdig, die guten Sommerräder im Winter“. Nach einer kurzen Begrüßung klärte sich alles: es lag ein Brief von der Jeantex-TOUR-Transalp im Briefkasten und das inklusive zweier Startplätzen. Mit dieser freudigen Nachricht ging es auf die sonntägliche Trainingsrunde (nebenbei angemerkt: ich war bis zu dem Tage noch nie im Wintertraining im welligen Extertal unterwegs…)

  • Transalp 2007 – Kommentar

    Nach einer Woche und 850 Kilometer in den Alpen mit steilen Pässen, rasenden Abfahrten, sonnigen Alpenpanoramen, schneebedeckten Passhöhen, Stunden der absoluten Freude am Rennradfahren, aber auch Stunden der Qual und körperlichen Grenzbelastung ist die diesjährige Transalp bereits Geschichte …

     

     

    Hallo Leute,

    zunächst einmal möchten wir uns bei Ingo und Markus für die tolle Berichterstattung und Aufbereitung bedanken. Das war eine wirklich lesenswerte und spannend beschriebene Transalp.

    Die Tour-Transalp ist ein zum fünften mal ausgetragenes Radrennen über die Alpen, welches als Teamwettbewerb (immer 2) ausgetragen wird.

    Wie einige von euch wissen, waren Bettina und ich zum zweiten mal nach 2006 dabei.

    Die Organisation war auch dieses Mal hervorragend. Taschentransport, Verpflegung vor Ort und unterwegs sowie die Streckensicherung haben perfekt funktioniert. Bettina und ich haben uns für die Camp-Übernachtung entschieden. Das ist immer sehr lustig. Jede Nacht ein anderer Bett-Nachbar und die Geräusch-Kulisse……..
    Naja mit Ohropax -> kein Problem. Allerdings war die morgendliche Schlange vorm Klo manchmal etwas nervig.

    Wir haben schnell festgestellt, dass im Vergleich zum letzten Jahr viel härter gefahren wurde und das Niveau der Teilnehmer deutlich angestiegen ist. Nicht nur das Niveau der Teilnehmer sondern auch die Materialschlacht haben nochmals zugenommen. So viel Kohle(fasern) haben wir selten auf einer Veranstaltung gesehen. Auch der Anteil an SRM – Messkurbeln war gigantisch.

    Nach dem Start gab’s meist eine Neutralisationsphase. Die war schneller als so manche RTF (ab 40 KM/h aufwärts). Schön, dass bald der erste Berg kam. Da wurde so manche Heißkiste wieder abgehängt. Am Berg muss sowieso jeder sein Tempo fahren.

    Leider kam für mich in dieser Woche auch die Erkenntnis, dass ich der schwächere der beiden Teampartner war. Bettina fuhr die steilen Dinger hoch, als hätte sie ’nen Motor drin. Nach ein bisschen Quälerei am Anfang, kam meine Form doch noch zurück und wir konnten hinten raus noch einmal angreifen. So hat’s noch für Platz 20 bei den Mixed gereicht.

    Alles in allem eine geile Veranstaltung, mit super Bergpanoramen und pfeilschnellen Abfahrten.

    Das wichtigste für uns : keinen Sturz, keine Panne und keinen Regen.

    Viele Grüße
    Jens + Bettina

    Transalp 2007 Transalp 2007
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