Kategorie: Berichte 2007

  • Das war die Saison 2007

    Im Frühjahr 2007 haben wir unseren Internet-Auftritt technisch komplett renoviert und damit begonnen, die Aktivitäten des Vereins und seiner Mitglieder etwas ausführlicher darzustellen. Die ersten journalistischen Gehversuche sind hier versammelt. Zu lesen gibt es Erfahrungsberichte bspw. über die Vattenfall-Cyclassics in Hamburg oder den Bodensee-Marathon. Eine kleine Bildergalerie zeigt die Teilnahme vieler Vereinsmitglieder an der traditionellen Saison-Abschluss-RTF in Stukenbrock im Oktober 2007.
    Ein ganz besonderes Highlight war die Teilnahme von Bettina und Jens Lambracht an der Jeantex-Transalp 2007 – und die Berichterstattung an dieser Stelle. Ingo Kleine (Text) und Markus Kohlmeier (Technik) haben tagesaktuell jeweils am Abend über die Erfahrungen und Erlebnisse der Lemgoer Sprintax-Transalpinisten berichtet. So haben wir schon lange vor allen anderen Presseberichten aus erster Quelle Informationen über „unsere“ Teilnehmer erhalten – und manchesmal sind wir wehmütig vor dem PC gesessen und haben uns gewünscht mit dabei sein zu können.

  • Vattenfall Cyclassics 2007

    Von Ralf Nägler

    Vor ca. einem Jahr haben wir uns zu sechst entschlossen an diesem traditionsreichen Jedermann-Rennen teilzunehmen. Bei der Anmeldung ab dem 23.Januar 2007 wussten die meisten von uns noch nicht, dass nicht nur wir sechs vom RC Sprintax an dem Rennen teilnehmen. Leider haben sich nicht alle Vereinsmitglieder unserem „Sprintax“-Team angeschlossen. Aber das klappt ja evtl. beim nächsten Mal.

    18.08.2007 Akkreditierung

    Am Samstag, den 18. war es dann so weit. Um ca. 8:00 Uhr fuhren mehrere Sprintaxianer mit ihren Autos gen Hamburg um sich dort im Hotel zu treffen. Natürlich haben wir unsere Frauen mitgenommen. Oder, haben sich unsere Frauen die Stadt Hamburg nicht entgehen lassen? Es gab ja auch die Möglichkeit zu shoppen, weil wir Radsportler unseren Start frühzeitig akkreditieren (bestätigen) wollten. Nach dem offiziellen Teil sind wir Männer dann ungefähr drei Stunden über die Radsportmesse gegangen und haben uns von den vielen schönen Fahrrädern und anderen Dingen zu Fachsimpeleien hinreißen lassen. Zwischen durch ´nen Kaffee, ´nen Stück Kuchen oder ´ne Currywurst haben gereicht, damit wir uns wohlfühlten.Die Nudelparty war vom Veranstalter toll organisiert, so dass wir trotz der vielen tausend Radsportler kaum anstehen mussten. Unsere Frauen sind übrigens auch kostenlos mitversorgt worden. Dafür gab es Spendendosen.Nach einem kurzen Hotelbesuch haben wir dann den Abend in einer typischen bürgerlichen Hamburger Eckkneipe ausklingen lassen. Allerdings ist es nicht sehr spät geworden, da wir ja am nächsten Tag gute Leistungen abliefern wollten.

    19.08.2007 Renntag

    Cyclassics

    Um ca. 6:30 klingelte dann der Wecker, weil wir schon eine halbe Stunde vor dem Start da sein sollten. Angefahren wurde natürlich mit dem Rad. Auch wenn es keiner offen gesagt hat merkte man die Nervosität, die in uns steckte.Dar Start verzögerte sich dann auch noch um eine halbe Stunde, so das wir erst um ca.9:25 unsere Schuhe einklicken konnten. Es war eng, aber Körperkontakt zum Nachbarn hatten wir nicht. Ich schätze, dass es von unserm, dem 19. Startblock, vielleicht etwas über ein Kilometer bis zur Startlinie war. Bis dahin hatte sich auch die Enge etwas aufgelöst, so dass es auch mit der Geschwindigkeit richtig losging. Von uns sechsen aus Startblock „S“ ist Dario am besten weggekommen und hat sich bald schon einer Gruppe von rund acht Fahrern angeschlossen, mit denen er dann seine sagenhafte Zeit gefahren hat. Die anderen haben sie verschiedenen Windschattengebern angeschlossen. Je nach dem wie es gerade kam. Stürze gab es bei uns, Gott sei dank, nicht. Einen habe ich jedoch fast hautnah neben mir mitbekommen. Ich hörte es dann nur noch hinter mir scheppern. Hoffentlich ist nicht zu viel passiert, da wir gerade in einem großen Pulk in einer Kurve waren als es passierte.Die Verpflegungsstelle nach ca. 54 Km hat glaube ich nur Helmut angefahren um auch auf Peter zu warten. Der konnte aber nicht mehr kommen, da ihn eine Baustelle den Reifendruck auf dem Vorderrad gekostet hat. Das war Pech! Und auf so einem Rennen hält, glaube ich, keiner, um mit einem Schlauch oder einer Pumpe auszuhelfen. So blieb ihm leider nur die Möglichkeit auf den Besenwagen zu warten. Wenn ich das richtig verstanden habe waren es drei Besenbusse mit jeweils 50 Sitzplätzen auf der 100er Runde. Die Fahrräder wurden mit Sprinterkastenwagen transportiert Im Bus konnte er dem NDR dann wenigstens ein Interview geben.

    Beeindruckend auf diesem Rennen war die Fahrt über die Köhlbrandbrücke die als höchste Erhebung (54m) auch einen grandiosen Blick über Hamburg geboten hat. Alles in Allem war es eine echte Flachetappe auf der auch schwere Fahrer tolle Zeiten fahren konnten.
    Überwältigend war, für mich als Neuling auf Radrennen, die Einfahrt in die Stadt und der Zieleinlauf. Da kommt man abgekämpft und schon proppevoll mit Glückshormonen in den Bereich, wo Barrieren die Zuschauer davon abhalten sollen die Fahrer zu stören. Dieser Jubel, dieses Geschrei, und das Gepolter, das durch schlagen auf die Banden erzeugt wird, ist großartig. Ja ich möchte sagen, dass es einem die Tränen in die Augen treibt. Da gibt man wirklich noch mal alles! Dank an das Publikum in Hamburg, zu dem auch unsere Frauen gehörten.
    Im Anschluss sind wir dann ins Hotel, haben uns frisch gemacht um dann wieder in der Innenstadt zwischen Essen und Alsterwasser den Elite-Fahrern zuzujubeln.
    Boa, war das ein Wochenende. Nächstes Jahr fahren wir wieder mit.

    Zum Ergebnis noch zwei Anmerkungen:

    1. Dario hat mehr als 98,5% aller Fahrer aus dem 100 KM Rennen hinter sich gelassen mit einem Rückstand von 4:06,47 auf den Gewinner

    2. Vor den Alpecin –Teams brauchen wir uns nicht zu verstecken. Zwar waren drei Alpecin –Teams besser und nur eins schlechter (Eins ist nicht angetreten oder disqualifiziert worden) aber die Abstände sind gering.

    Von: Ralf Nägler

    Cyclassics Cyclassics
    Cyclassics Cyclassics
    Cyclasscis
  • Transalp 2007 – 7. Etappe

    30.06.2007

    7. Etappe: Kaltern-Riva del Garda
    Gesamtlänge: 99,07 km
    Höhenmeter: 1804 Hm
    Pässe: Fai della Paganella Andalo (1036); Passo del Ballino (796)

    > Streckenverlauf

    Nach einer Woche und 850 Kilometer in den Alpen mit steilen Pässen, rasenden Abfahrten, sonnigen Alpenpanoramen, schneebedeckten Passhöhen, Stunden der absoluten Freude am Rennradfahren, aber auch Stunden der Qual und körperlichen Grenzbelastung geht mit der heutigen Etappe die diesjährige Transalp für unser Sprintax-Alpecin-Team zu Ende.

    Mit einer Bestätigung der Top-Form der letzten Tagen und einer erneuten Spitzenposition im Feld der Mixed-Team können Bettina und Jens weitere Plätze in der Gesamtwertung gut machen – im besten Fall ist für beide eine Platzierung unter den TOP 20 Mixed-Teams zu erreichen. Also bleibt auch auf der letzten Etappe die Spannung bis zur Ziellinie erhalten. Die Rechenspielchen mit möglichen Vorsprüngen auf der heutigen Etappe begannen …

    Das siebte und letzte Teilstück der diesjährigen Transalp führt von Kaltern an den Gardasee. Nach den flachen ersten 35 km geht es in Richtung Verpflegungsstelle auf den 1.134m hohen Fai della Paganella. Im Anschluss steht noch der Passo del Ballino auf dem Programm und dann winkt schon das Ziel – Riva del Garda.

    Nach der Auflösung von einzelner Restbewölkung wird ein sonniger und warmer Tag erwartet – lediglich Quellwolken und vereinzelte, isolierte Regenschauer sind zu erwarten. Die frischen Frühwerte um 9 Grad weichen in den Mittagsstunden Temperaturen bis zu 30 Grad.

    Pünktlich um 9:00 Uhr setzen sich zum letzten Mal die über 1.100 Teilnehmer in Bewegung und nehmen die siebte Etappe in Angriff. Das wohlverdiente Ziel steht kurz bevor und die Stimmung im Teilnehmerfeld ist gelöst.

    Die nur knapp 100 Kilometer mit 1.800 Höhenmeter lassen schon schnell das Ziel in Riva am Gardasee erahnen. Von Kaltern geht es erst flach über die Weinstraße nach Süden bis Mezolombardo zum einzigen langen Anstieg des Tages. Über Fai della Paganella geht es nach Andalo, weiter flach am Molveno See vorbei in eine sanfte Abfahrt nach Ponte Arche. Beflügelt von der nahen Zielankunft werden die Teams den flachen letzten Anstieg zum Passo del Ballino mit letzter Leichtigkeit nehmen und dann über Tenno und Pranzo von den Bergen hinab zum Gardasee ins Ziel einrollen.

    Nachdem das Ziel erreicht ist, bleibt endlich die nötige Zeit zum ausgiebigen Feiern – bei Pasta und Wein – und die vielen schönen Erinnerungen, die mit den anderen Teams bis spät in die Nacht geteilt werden können.

    Durch die sensationelle Aufholjagd der letzten Etappe und einem erneuten 13. Platz am heutigen Tage erkämpfen sich Bettina und Jens in der Gesamtwertung den 20. Gesamtplatz.

    Dass beide mit einer bestechenden Form zur Transalp angereist sind, daran hatte niemand zuvor Zweifel – aber mit einer derart guten Platzierung hatte zuvor wohl niemand wirklich gerechnet.

    Damit geht eine überaus spannende Woche mit vielen traumhaften Impressionen und hoffentlich spannenden Berichten zu Ende.

    Für Bettina und Jens wird es eine Woche gewesen sein, von der sie uns bestimmt noch lange etwas berichten können und die sie mit Sicherheit lange in guter Erinnerung behalten werden. Auch für mich endet die Transalp („Jeantex-TOUR-Transalp“)-Woche an dieser Stelle – mich wird man nun wieder vermehrt mit unserem Sprintax-Alpecin-Team bei netten und verhältnismäßig flachen Ausfahrten in der lippischen Tiefebene sehen.

    letzte Etappe + Endergebnis

    Platz   Team   Etappen-
      zeit
      Gesamt-
      zeit
    Kat-
    Rang
      1   Hrinkow-Rock Machine     2:52.17,5   29:37.48,3   1
      …   …   …   …   …
      9   Tretlager Wassertrüdingen      3:03.41,5   31:40.03,5   7
      10   Body + Soul Team Rv Sturmvogel      3:03.41,5   31:40.03,5   8
      11   Südtirol Rewel 5      3:04.40,6   33:15.18,2   12
      12   Hellas Triathlon      3:08.04,9   34:23.09,0   15
      13   Sprintax-Alpecin      3:08.14,2   35:17.27,8   20
      14   Pulsanschlag      3:12.08,9   32:22.35,5   11
      15   Rsv Forchheim      3:12.35,8   34:36.33,9   16
      16   Mtv Aurich      3:14.31,4   35:16.17,6   19
      17   Team Wolfsburg      3:14.36,4   35:38.41,3   23
      18   Team Klose & Albers      3:15.37,4   40:43.22,6   46
      19   Fireweed      3:15.39,7   34:44.35,8   18
      20   Tsh / Team Bergamont      3:15.45,8   33:49.18,5   13
      21   Highlander      3:17.16,7   35:52.45,3   24
      22   Remstal Radler      3:17.31,6   38:44.08,3   33
      …   …   …   …   …
      30   Sicilia-Bike.De 2      3:21.08,6   35:25.17,7   21
      …   …   …   …   …
  • Transalp 2007 – 6. Etappe

    29.06.2007

    6. Etappe: Ponte di Legno-Kaltern
    Gesamtlänge: 108,39 km
    Höhenmeter: 2370 Hm
    Pässe: Passo Tonale; Breznerjoch; Mendelpass

    > Streckenverlauf

    Die vorletzte und damit 6. Etappe der diesjährigen Transalp. Fünf schwere Bergetappen haben die Teams mittlerweile in den Beinen. Allmählich wird sich zeigen, inwieweit die Teams mit ihren Kräften gehaushaltet haben und mit welcher Tatik sie die Rundfahrt angegangen sind. Bei unserem Team war die Tatik der kontrollierten Offensive von vornherein klar – gestern hat das Team schon einen ersten Achtungserfolg erzielt. Heute wird sich zeigen, ob die gewünschten Kraftreserven zum Ende der Rundfahrt noch zu aktivieren sind.

    Die vorletzte Etappe der Rundfahrt führt heute von Ponte di Legno an den Kalterer See. Direkt nach dem Start geht es auf den 1.887m hohen Passo Tonale. Nach einer ca. 45km langen Abfahrt müssen die Fahrer noch das Brezer Joch und den Mendelpass überwinden.

    Das Wetter heute verspricht einen Wechsel von Wolken und Sonne mit einer zunehmenden Schauer- und Gewittertätigkeit ab den Nachmittagsstunden. Von den Temperaturen her ein ähnliches Bild, wie die Tage zuvor: morgens frische Temperaturen um 7 – 9 Grad am Start, während der Etappe gewohnt warme Temperaturen um 25 – 27 Grad.

    Pünktlich um 09:00 Uhr startet das Feld auf seine 6. Etappe. Direkt nach dem Start in Ponte di Legno geht es gleich zum Passo Tonale herauf. Die Strecke ist anstrengend, aber nicht allzu steil – im Vergleich zu anderen Pässen der letzten Tage eher ein gemächlicher Anstieg. Eine kurzer Blich in die Gletscher der Presanella läßt sich noch erhaschen, bevor die lange Abfahrt ins Valle di Sole beginnt. Über 45 Kilometer fliegen Ortseingangsschilder wie Ossana, Dimaro oder Malé an Bettina und Jens vorbei.

    Mit einem sanften Anstieg durch die Obstgärten von Livo und Rumo folgt mit über 600 Höhenmeter der längste Anstieg des Tages. Über Laurein zum Brezer Joch zeigt sich schnell, wie alle Teams die letzten Tage überstanden haben. Auf jeden Fall zeigt sich an dieser Stelle schon, dass die heutige Tageswertung im Vergleich zu den letzten Tagen ein bisschen durcheinandergewürfelt sein wird.

    Durch das Tal von Fondo wartet nun nur noch ein Pass der leichteren Kategorie. Ein kurzer und flacher Aufstieg nach Mendel wird durch wundervolle Blicke über das Südtiroler Unterland bis in die Dolomiten belohnt. Von hier aus trennt die Teams lediglich eine 15 Kilometer lange Abfahrt bis zum Ziel in Kaltern.

    Schon gestern zeigten Bettina und Jens erste Anzeichen einer Aufholjagd in der Gesamtwertung. Diese Aufholjagd findet heute mit einem sensationellen 13. Platz ihre Fortsetzung. Durch einen deutlichen zeitlichen Abstand auf die anderen Teams machen beide so in der Gesamtwertung erneut zwei Plätze gut und belegen in der mittlerweile den 21. Platz (von ehemals 84 gestarteten Teams). Ein Blick in die Gesamtwertung und auf die Ergebnisse der anderen Teams verspricht für morgen auf jeden Fall noch eine spannende Etappe, auf der noch einiges möglich ist.

    Af der sms-Pressekonferenz nahm das Team wie folgt Stellung zur heutigen Etappe und zum Ausblick auf morgen:
    „Heute lief es ganz gut! Morgen letzter Tag, den werden wir auch noch überstehen. Mein Knie braucht dringend Ruhe!“

    vorläufiges Ergebnis 6. Etappe + Gesamtstand

    Platz   Team   Etappen-
      zeit
      Gesamt-
      zeit
    Kat-
    Rang
      1   Hrinkow-Rock Machine      3:28.45,9   26:45.30,8   1
      …   …   …   …   …
      9   Arcobaleno Carraro Team      3:50.21,2   28:31.20,9   7
      10   Tretlager Wassertrüdingen     3:52.00,9   28:44.05,2   9
      11   Südtirol Rewel 5      3:56.16,0   30:10.37,6   12
      12   Pulsanschlag      3:59.08,9   29:10.26,6   11
      13   Sprintax-Alpecin      4:05.04,1   32:09.13,6   21
      14   Tsh / Team Bergamont      4:05.43,4   30:33.32,7   13
      15   Fireweed      4:10.03,2   31:28.56,1   18
      16   Hellas Triathlon      4:12.07,0   31:15.04,1   16
      17   Rsv Forchheim      4:12.32,5   31:23.58,1   17
      18   Mtv Aurich      4:13.13,5   32:01.46,2   19
      19   Team Wistler      4:17.15,3   30:44.24,4   14
      20   Team Wolfsburg      4:19.17,2   32:24.04,9   23
      21   Arriva      4:21.02,3   32:14.07,0   22
      22   Team Klose & Albers      4:22.21,4   37:27.45,2   41
      …   …   …   …   …
      26   Sicilia-Bike.De 2      4:23.52,2   32:04.09,1   20
      …   …   …   ….   …

     

     

  • Transalp 2007 – 5. Etappe

    28.06.2007

    5. Etappe: Livigno-Ponte di Legno
    Gesamtlänge: 113,66 km
    Höhenmeter: 2736 Hm
    Pässe: Forcola di Livigno; Passo Mortirolo

    > Streckenverlauf

    Der Tag nach der Königsetappe – heute wird sich schnell zeigen, wie die einzelnen Fahrer die gestrigen Strapazen überstanden haben. Insbesondere ist vor Beginn der Etappe weiterhin unklar, inwieweit das Knie von Jens wieder schmerzfrei sein wird.

    Auf dem fünften Teilstück der Rundfahrt geht es heute von Livigno nach Ponte di Legno. Nachdem gestern gleich zu Beginn mit dem Stilfserjoch ein steiler Anstieg zu bewältigen war, wird es heute etwas angenehmer losgehen. Vom Start auf 1.800m Höhe geht es nach einem kurzen Anstieg ca. 35 km bergab bis auf 400 Höhenmeter. Im Anschluss wartet erneut ein Anstieg auf den 1.850m hohen Passo Mortirolo.

    Wettermäßig wird sowohl in den Täler als auch auf den Bergen ein recht sonniger Tag mit wärmeren Temperaturen als gestern erwartet. Die morgendliche Frische wird ab Mittag von warmen 25 – 27 Grad abgelöst.

    Pünktlich um 9:00 Uhr machen sich bei strahlendem Sonnenschein und den prognostizierten frischen 8 Grad die Teams auf die 119 km lange Strecke nach Ponte di Legno.

    Nach einem harten Kampf erkämpfen sich Bettina und Jens heute erstmalig einen Platz unter den ersten 20, wodurch sie in der Gesamtwertung gleich zwei Plätze gut machen. Während für Bettina die Etappe mit keinen Problemen verbunden ist, meldet sich bei Jens das Knie so vehement, so dass die Platzierung für ihn nur mit schmerzverzerrtem Gesicht zu erkämpfen ist. Entsprechend fällt auf der sms-Pressekonferenz der Kommentar zum Glückwunsch zur guten Platzierung aus: „Das sieht nur so aus. Für mich war heute eine super Quälerei. Für Bettina waren es 65 Prozent. Wenn ich Normalform hätte, wären wir in der Gesamtwertung auch unter den TOP20.“

    Nach zwei schweren Etappen wird die Transalp ab dem morgigen Tage wieder etwas zahmer, aber natürlich nicht weniger genussreich. Für unser Team sicherlich ein entgegenkommender Umstand, da Jens durch sein „lädiertes“ Knie doch eingeschränkter fahren kann, als zu Beginn der Verletzung erwartet. Trotz allem fahren beide hervorragende Platzierungen ein und haben jetzt schon die Erwartungen übertroffen … sogar im Reich der persönlichen Gedankenspielchen wäre es vermessen, die Frage des „was wäre wenn“ zu stellen. Aber wer weiß – vielleicht gibt’s hierauf irgendwann in einer ganz bestimmten geraumen Zeit eine Antwort …

    vorläufiges Ergebnis 5. Etappe + Gesamtstand

    Platz   Team   Etappen-
      zeit
      Gesamt-
      zeit
    Kat-
    Rang
      1   Hrinkow-Rock Machine     4:10.23,7   23:16.44,9   1
      …   …   …   …   …
      15   Fireweed      5:03.48,4   27:18.52,9   19
      16   Hellas Triathlon      5:05.08,5   27:02.57,1   17
      17   Tretlager Wassertrüdingen      5:07.09,4   24:52.04,3   10
      18   Rsv Forchheim      5:09.58,9   27:11.25,6   18
      19   Sprintax-Alpecin      5:13.00,7   28:04.09,5   23
      20   Sicilia-Bike.De 2      5:14.28,7   27:40.16,9   20
      21   Highlander      5:14.57,5   28:12.38,3   25
      22   Arriva      5:15.11,6   27:53.04,7   22
      23   Team Klose & Albers      5:16.42,3   33:05.23,8   43
      24   Mtv Aurich      5:17.33,6   27:48.32,7   21
      25   Guylaine      5:19.31,6   26:51.06,9   16
      26   Aufi      5:22.05,4   28:43.51,2   28
      27   Rhein-Eder-Express      5:26.10,3   28:27.19,0   26
      28   Leightweight Carbonsport 5      5:28.58,4   32:52.58,8   42
      …   …   …   …   …
  • Transalp 2007 – 4. Etappe

    27.06.2007

    4. Etappe: Naturns-Livigno
    Gesamtlänge: 122,32 km
    Höhenmeter: 3576 Hm
    Pässe: Stilfserjoch (2753); Passo Foscagno (2235); Passo d’Eira (2151)

    > Streckenverlauf

    Mit etwas gedämpften Erwartungen geht unser Team heute auf die Königsetappe der diesjährigen Transalp. Es wird sich schnell zeigen, inwieweit die übergesprungene Sehne im Knie von Jens ihn heute beeinträchtigen wird.

    Die heutige 4. Etappe führt von Naturns über das Dach der diesjährigen Rundfahrt bis nach Livigno. Mit dem 2.757 Meter hohen Stilfserjoch erwartet die Fahrer eine schwere Prüfung, die bereits nach 35 km beginnt und knapp 20 km lange sein wird.

    Nach der obligatorischen neutralisierte Startphase von 20 km stehen Bettina und Jens schon vor einer der größten und sportlich interessantesten Herausforderungen, die sich einem ambitionierten Hobbyfahrer bieten können. Vom Fuße bis zur Passhöhe des Stilfserjochs sind über 20 km mit 2.200 Höhenmeter in 48 durchnummerierten Kehren zurückzulegen.

    Schon an diesem Anstieg machen sich leichte Anzeichen der noch nicht ganz verheilten Blessuren des Vortages bei Jens bemerkbar. Er muss auf Bettina abreißen lassen und erreicht entsprechend gehemmt mit mehren Minuten Rückstand das Dach der Transalp auf 2.757 Metern. Zu allem Überfluß kommen zu der Belastung durch das Knie noch die, für diese Region bekannten Wetterkapriolen – Schneeregen und Temperaturen um Null Grad empfangen unser Team auf dem Stilfserjoch.

    Wieder vereint, geht es auf die nachfolgende Abfahrt. Einige recht schattig und kalte Abschnitten sowie spärlich beleuchtete Tunneln verlangen den beiden höchste Konzentration ab.

    Nach 20 km Abfahrt, 5 relativ ruhigen und flachen Kilometern und dem Passieren der zweiten Verpflegung geht es erneut 900 Höhenmeter hinauf auf den Passo Foscagno auf 2.255 Höhenmeter. Über den Passo d’Eira (2.151 m) sind nun nur noch wenigen Kilometer bis ins lang herbeigesehnte und auf 1.800 m Höhe liegende Ziel in Livigno.

    Mit einer Gewaltsleistung und zum Teil schmerzverzerrtem Gesicht hat unser Sprintax-Alpecin Team heute bei einem Mix aus strahlendem Sommersonnenschein und Schneetreiben ihren Platz in der Gesamtwertung tapfer verteidigt.

    Am morgigen Donnerstag wartet auf die Teilnehmer eine Etappe, auf der es mehr bergab als bergauf geht – trotz allem stehen wieder 2.736 Höhenmeter im Etappenplan. Von Regeneration also keine Spur. Wie Bettina und Jens aber auch die anderen Teams die heutige Königsetappe wegstecken können, wird sich morgen zeigen.

    Auf der anschließenden sms-Pressekonferenz äußerte sich das Team dann auch entsprechend verhalten zur heutigen Etappe:
    „Heute war es durchwachsen. Das Knie tut noch weh. Bettina geht es super. Am Stilfserjoch 12 Minuten auf Bettina verloren. Die weiteren 2 Berge fuhren wir zusammen. War für mich eine fürchterliche Quälerei. Naja, Platz 30 heute und gesamt immer noch Platz 25.“

    Ergebnis 4. Etappe + Gesamtstand

    Platz   Team   Etappen-
      Zeit
      Gesamt-
      zeit
    Kat-
    Rang
      1   Bikeman-Lindenhof      5:11.55,9   19:15.11,9   3
      2   Martins Fahrradshop / Simplon      5:13.29,6   18:56.47,3   1
      …   …   …   …   …
      21   Arriva      6:16.47,9   22:37.53,1   24
      22   Sicilia-Bike.De 2      6:18.23,5   22:25.48,2   21
      23   Mtv Aurich      6:22.45,9   22:30.59,1   22
      24   Rsv Forchheim      6:23.00,6   22:01.26,7   19
      25   Tourbo      6:29.43,7   22:57.12,2   26
      26   Team Wolfsburg      6:29.51,7   22:35.35,1   23
      27   Principiapower      6:34.11,5   23:58.06,4   32
      28   Die Ritzelputzer      6:35.05,0   23:26.27,0   31
      29   Rhein-Eder-Express      6:35.12,2   23:01.08,7   28
      30   Sprintax-Alpecin      6:37.19,9   22:51.08,8   25
      31   Aufi      6:39.12,1   23:21.45,8   30
      32   Mission Incredible      6:39.47,8   27:03.43,6   37
      33   Leightweight Carbonsport 5      6:44.22,7   27:24.00,4   38
      34   Ssg Bensheim/Schmerz Adelt      6:45.35,0   23:14.57,6   29
      …   …   …   …   …
  • Transalp 2007 – 3. Etappe

    26.06.2007

    3. Etappe: Ischgl – Naturns
    Gesamtlänge: 158,20 km
    Höhenmeter: 2852 Hm
    Pässe: Tobadill (1152); Reschenpass (1553); Vinschgauer Höhenstrasse (1583)

    > Streckenverlauf

    Ein erster Blick am Morgen aus dem Transalp-Camp heraus, lies manch einen seinen Augen nicht trauen. Über Nacht hat es in den höheren Lagen rund um den Etappenort Ischgl herum geschneit. Landschaftlich natürlich idyllische Ausblicke.

    Gegen 09:00 Uhr am Start herrschten immer noch frische 8°C. Die Wettervorhersage für den heutigen Tag verspricht den Durchzug einer Kaltfront, die vereinzelt von Regenschauern begleitet werden kann.

    In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an ein Gespräch letzte Woche mit Jens in bezug auf die Radkleidung: „nur gut, dass unser Crosseinteiler noch rechtzeitig verfügbar war, den pack‘ ich vorsichtshalber mal mit ein, falls es etwas frischer werden sollte“. Ob der Crosseinteiler heute wirklich zum Einsatz gekommen ist, bleibt fraglich, denn den 8°C am Start stehen trotz allem sonnige Phasen mit bis zu 25°C gegenüber.

    Die heutige Etappe über 158 km führt von Österreich über eine Schleife durch die Schweiz nach Italien mit Ziel in Naturns. Die 20 Kilometer lange neutralisierte Startphase reicht heute bis direkt an den Fuß des Tobadills, einer vergleichsweise leichten Bergüberquerung.

    Nach dem Verlassen des Paznauntal geht es von Landeck über Prutz, Tösens und Pfunds vorbei an der ersten Verpflegung zum Reschenpass. Nach der Querung dieser bereits aus der Römerzeit bekannten Straße führt die Route über Schluderns und die Vinschgauer Höhenstraße direkt zum Ziel der heutigen Etappe ins sommerlich, sonnige Naturns.

    Eine sehr zügig gefahren Etappe kann Bettina und Jens erneut nicht aus der Ruhe bringen. Einzig eine übergesprungene Sehne im Knie von Jens verhinderte heute eine bessere Platzierung der beiden. Eine auf der ersten Blick eher mittelschwere Etappe, erweist sich aufgrund ihrer Länge dann doch als recht kräfteraubend. Da bleibt es abzuwarten, wie die einzelnen Teams diese Belastung vor der morgigen Königsetappe wegstecken können. Wer unser Team und seine Stärken kennt, darf auf die morgige Etappe gespannt sein!

    Auf der heutigen sms-Pressekonferenz jedenfalls schaut der Ausblick auf morgen wie folgt aus: „Morgen wird es wohl eine Quälerei!“

    Zur Etappe selbst lies das Team folgendes verlauten: „Das war eine super schwere Etappe. Die Beine waren bei uns beiden zwar ganz gut, aber bei mir sprang eine Sehne im Knie über. Dadurch leider 2 Plätze verloren.“

    Ergebnis 3. Etappe + Gesamtklassement

    Platz   Team   Etappen-
      zeit
      Gesamt-
      zeit
    Kat-
    Rang
      1   Martins Fahrradshop / Simplon      5:04.06,7   13:43.17,7   1
      …   …   …   …   …
      17   Guylaine      5:48.09,5   15:24.43,2   15
      18   Hellas Triathlon      5:48.17,9   15:45.10,6   19
      19   Mtv Aurich      5:50.16,2   16:08.13,2   23
      20   Rsv Forchheim      5:50.24,8   15:38.26,1   18
      21   Team Blau      5:51.34,4   16:09.55,4   24
      22   Fireweed      6:00.27,3   16:02.31,8   20
      23   Sicilia-Bike.De 2      6:00.52,7   16:07.24,7   22
      24   Arriva      6:02.49,5   16:21.05,2   26
      25   Rhein-Eder-Express      6:02.58,6   16:25.56,5   27
      26   Sprintax-Alpecin      6:04.29,0   16:13.48,9   25
      27   Ssg Bensheim/Schmerz Adelt      6:04.31,7   16:29.22,6   29
      28   Team Wolfsburg      6:08.34,0   16:05.43,4   21
      29   Fruchtpartner      6:09.10,9   17:22.58,3   36
      30   Team Klose & Albers      6:11.21,9   16:48.41,5   32
      …   …   …   …   …
      81   Velo Team Sonsbecker Schweiz      9:00.00,0   22:13.52,7   81