Kategorie: Berichte

  • Querfeldein für Anfänger

    Zurück zu den Wurzeln – Auf den Spuren von Malte Urban oder „Querfeldein für Anfänger“
    von Jan Horstkotte

    Wurzeln. Wurzeln sind in mehrfacher Hinsicht von Bedeutung für diesen Bericht. Blicken wir zunächst einmal zurück auf meine „Wurzeln“ beim RC Sprintax, meinem ersten Kontakt mit Peter. Es muss 2006 gewesen sein, Peter machte „Kaltakquise“ zwischen Nutella und Paniermehl. Ich hatte mir gerade mein erstes Rennrad gekauft, da erregten zwei Rennräder in der Lebensmittelabteilung eines Einkaufsmarktes mein Interesse. Das der nette junge Mann neben Peter erst vier Jahre zuvor als Profi den Giro d‘ Italia fuhr ahnte ich damals gar nicht. Es war Malte Urban.

    Silvester 2008 hat es mich dann an den Elisabethsee nach Herford verschlagen. Dort habe ich zum ersten Mal live ein Querfeldein-Rennen gesehen. Malte Urban fuhr sein letztes Rennen und wurde zum dritten Mal Deutscher Meister.

    Seitdem hat mich dieser Sport fasziniert. Das wollte ich unbedingt einmal ausprobieren.

    In diesem Jahr war es dann soweit, die aufkommenden Scheibenbremsen haben den Ausschlag gegeben mir endlich mal ein Querfeldein taugliches Rad zu kaufen. Und so kommen wir zu den nächsten Wurzeln, den Wurzeln im Bornheider Wald.

    „Singletrails, Wurzeln und Matsch“
    08.12.13 Weser Ems Cup in Osnabrück

    180 Anmeldungen in den Hobbyklassen, davon alleine 60 in meiner Altersklasse. „Wie soll das beim Cross gehen und werde ich noch einen Startplatz nachmelden können?“ diese Fragen gingen mir durch den Kopf, als ich früh morgens gemeinsam mit Thomas S. Richtung Osnabrück fuhr. Thomas, der selber aufgrund einer Erkältung nicht starten konnte, fuhr als mentale Unterstützung mit. Vielen Dank dafür!

    Meine Bedenken wurden vor Ort schnell zerstreut: „Nachmeldung? Kein Problem!“.

    Zwei Runden zum kennenlernen der Strecke waren zeitlich noch drin. Der Waldboden hatte den Regen der letzten Tage gut verkraftet. Obwohl es keine Lauf- oder Sprunghindernisse gab, machten viele Wurzelpassagen, Singletrails und ein aufgeweichter, langer Anstieg die Strecke in Osnabrück technisch anspruchsvoll. Herrlich, alleine für die Aufwärmrunden hätte sich die Anreise schon gelohnt. Wo hat man schon die Möglichkeit einen so vielfältigen, abgesperrten Kurs mit Vollgas zu fahren.

    Am Start dann die Überraschung, die Hobbyklassen starteten nicht alle gleichzeitig, sondern leicht zeitversetzt und an Stelle der 60 Teilnehmer der Meldeliste warteten nur knapp 30 Fahrer meiner Altersklasse auf den Startschuss. Entgegen meiner Befürchtungen verteilten sich die Teilnehmer daher auf den schmalen Trampelpfaden im Wald das ganze Rennen über sehr gut.

    Hobby, oder was?

    Oder hatte ich doch das falsche Rennen erwischt? Ein Blick in die Teilnehmerreihen machte mich noch einmal nachdenklich. Reine Hobbyfahrer habe ich mir immer etwas anders vorgestellt. Bis auf wenige Ausnahmen würden die Teilnehmer in einem Lizenz-Fahrerfeld nicht auffallen. Für meine Taktik machte das allerdings keinen Unterschied. Meine Ziele im ersten Crossrennen waren: ankommen, lernen und nicht Letzter werden.

    Vom Start weg hatte ich mich bewusst am Ende des Feldes einsortiert. Auf den langen Geraden und den technisch weniger anspruchsvollen Streckenteilen konnte ich gut mithalten. In den Singletrails habe ich dann gemerkt, dass ich noch viel dazu lernen muss. Dort haben mir ausnahmslos alle Fahrer Meter für Meter abgenommen. In den Abfahrten und Kurven bremse ich noch zu viel und bin deutlich zu langsam. Hinter einer Kurve stellte sich mir dann das erste Mal das matschige Haupthindernis in den Weg. Nur einer Hand voll Fahrern gelang es, den Hügel fahrend zu überwinden. Ich gehörte nicht dazu.

    In der dritten Runde waren meine Akkus komplett leer, nach dem Matschanstieg kam ich kaum noch auf das Rad. „Eine weitere Runde fahren? Wenn es denn unbedingt sein muss!“ Kurz vor dem Ziel wurde ich in der vierten Runde dann von den drei Spitzenfahrern überrundet. Schade, aber so konnte ich die letzte Runde wenigstens zum gemütlichen ausrollen nutzen.

    Mein Fazit:
    Geile Strecke, viel Spaß und alle Ziele erreicht: angekommen und nicht Letzter (Platz 21). Ich bin angefixt!

    „Zwischen Maisfeld und Volleyballplatz“
    15.12.13 Weser Ems Cup in Emsdetten

    Thomas S. war heiß, trotz leichter Erkältung hat er letzten Sonntag nach dem Rennen in Osnabrück noch seinen Crosser gesattelt und hat für Emsdetten trainiert. Also haben wir in Emsdetten zu zweit das Rennen in Angriff genommen. Thomas bei den Hobby-Senioren und ich in der Hobbyklasse.

    Die Streckenbeschreibung löste bei mir nicht unbedingt Begeisterung aus:
    „Die Rennstrecke befindet sich hauptsächlich auf einem abgeernteten Mais-Acker. Ein Teil der Strecke verläuft durch das angrenzende Freibad. Dabei werden die Radfahrer auch durch den Sand des Beachvolleyballfeldes ‚pflügen‘.“

    Schon das erste Hindernis, ein steiler Erdhügel, versprach Spannung. Nach einer ersten Proberunde waren Thomas und ich uns einig: den werden wir laufen.

    Erwartungsgemäß staute sich das Teilnehmerfeld in der ersten Runde an dieser Stelle. Ein kurzer Blick von oben: die Führenden sind schon jetzt 400 Meter weg. Den Hügel endlich überwunden ging es die einzige rutschige Böschung hinunter ins Freibad. Dort wartete das Beachvolleyballfeld auf uns. Der Sandkasten war für viele die Schlüsselstelle des Rennens. Es ist unglaublich, wie anstrengend das Laufen mit einem geschulterten Rad im tiefen Sand sein kann. Natürlich habe ich es jede Runde versucht die Sandgrube zu durchfahren, hatte letztlich aber keine Chance. Spätestens nach 15 Metern war Schluss. Die Zuschauer hatten an dieser Stelle wahrscheinlich den meisten Spaß.

    Der Rest der Strecke führte über ein abgeerntetes Maisfeld. Mit Schrecken dachte ich vorab an die nassen, schweren Böden der Ackerflächen auf der Wappenrunde. Doch das Münsterland ist nicht Ostwestfalen. Der Boden hat einen hohen Sandanteil und war super befahrbar. Die Strecke wurde von Runde zu Runde sogar besser. Auf dem Feld hatten die Veranstalter noch einige enge Kehren in den Kurs eingebaut. Das müssen Thomas und ich dann wohl noch einmal üben. Elegant ist sicher anders.

    Besser sah das dann schon bei dem Doppel-Sprunghindernis aus. Abspringen- Überspringen-Aufspringen, das machte richtig Spaß! Auf die anderen Fahrer habe ich in diesem Hindernis trotzdem einige Meter verloren. Auch hier gilt: Übung macht den Meister.

    Viel Zeit haben Thomas und ich in den folgenden Runden auch am Erdhügel liegen lassen. Unbeirrt an unserer Taktik festhaltend haben wir den Hügel bis zum Schluss laufend erklommen. Wir haben gar nicht bemerkt, dass der Untergrund von Runde zu Runde besser wurde und der Hügel zum Schluss gut befahrbar war.

    Alles in allem eine komplett andere Strecke als letzte Woche. Für mich war sie weniger anstrengend, da mehr Rollerpassagen enthalten waren (die mir ja entgegen kommen). Trotzdem habe ich auch heute wieder feststellen müssen, dass die Fahrtechnik einen riesen Unterschied ausmacht. Am Ende hatte ich heute keine Chance. Vom Start an war nur ein Fahrer hinter mir, das sollte auch so bleiben, den Mountainbiker vor mir hatte ich eigentlich im Visier. Am Ende konnte aber auch er mir einen Vorsprung abtrotzen.

    Thomas hatte etwas Pech, von Anfang an musste er dem Feld hinterherjagen, da ihm seine Kette beim Start abgesprungen war. Drei Fahrer konnte er noch abfangen.

    Wir sind uns einig: es gibt noch viel zu lernen, das Feld ist aber nicht uneinholbar entfernt. Schade, dass der Weser-Ems-Cup 2013/2014 bereits fast zu Ende ist. Nächstes Jahr sind wir wieder dabei. Und dann mischen Thomas und ich gemeinsam die Senioren 2 auf.

    So gut wie Malte werden wir aber wohl nicht mehr…

      Querfeldein 

           Mit freundlicher Genehmigung von „andis-radsportfotos.de“

  • Jessica Lambracht im Interview zur Cross-WM

     

    Grund genug hierzu mit Jessica ein kleines Interview zu führen.

    Jan Horstkotte:
    Erst einmal herzlichen Glückwunsch Jessica! Ein toller 23. Platz. Wie war das Rennen für Dich?

    Jessica Lambracht: „Es ging schon relativ gut los, der Start hat ganz gut geklappt, so dass ich mich direkt da befand wo ich hingehöre. Das ist ziemlich wichtig.
    Der weitere Rennverlauf verlief konzentriert und defektfrei für mich – also nahezu optimal. Ich war sehr gut in Form und konnte meine Leistung voll abrufen.“

    Im Zielsprint hast Du noch eine Amerikanerin überrascht. Hattest Du sie schon länger im Visier?

    „Ich habe schon die ganze letzte Runde beobachtet wie die Amerikanerin immer langsamer wurde. Da hab ich mich auf der Zielgeraden nochmal zusammengerissen weil ich wusste, sie kann nicht mehr. Das war reiner Wille. Ich hab noch mal alles gegeben, obwohl ich eigentlich gar nichts mehr hatte.“

    Ist die WM-Strecke denn anspruchsvoller als hiesige Rennen?

    „WM Strecken sind ja immer auch Weltcup-Strecken. Im Vergleich zu hiesigen Strecken ist es auffällig, dass man dort viel mehr auf Wiesen unterwegs ist und weniger auf Waldabschnitten. Außerdem muss man im Weltcup, bzw. bei der WM deutlich mehr laufen da sie anspruchsvollere Passagen beinhalten und der aufgeweichte, nasse Boden das Fahren kaum zulässt.“

    Wer hat Dich bei der WM betreut? Deine Eltern, oder gibt es da Leute vom BDR, die Dir saubere Räder reichen?

    „Zum einen natürlich meine Eltern, mein Vater als Mechaniker meines Vertrauens und meine Mutter als Betreuerin. Dabei werden sie von BDR-Mechanikern, bzw. Physios unterstützt.“

    Und ist jetzt Entspannung angesagt, oder geht es gleich weiter?

    „Erstmal zwei Wochen Saisonpause, dann geht die Vorbereitung auf die Straßensaison los.“

    Fährst Du eigentlich lieber Cross oder doch eher auf der Straße?

    „Auf jeden Fall lieber Cross, Cross ist mein Ein und Alles! Ich liebe diese Sportart. Einfach knüppelhart, keine Sekunde Zeit zum Ausruhen und totale Konzentration. Faszinierend, da man sowohl die Technik „draufhaben muss“ als auch Druck in den Beinen.“

    Jessica, ein paar Fragen noch zu Deinem Training:
    Mit welchem Alter hast Du das erste Mal auf dem Crosser gesessen? Und wann war Dein erstes Rennen?

    „Mit 11 Jahren bin ich mein 1. Rennen im Weser–Ems-Cup mit dem MTB bei den Hobby-Kids gefahren. Ein Jahr später hatte ich schon einen Crosser.“

    Wieviel Training gehört denn dazu um so weit oben mitzufahren?

    „Ich trainiere hart, strukturiert und fokussiert. Da ich ja noch zur Schule gehe, habe ich nicht übermäßig viel Zeit auf dem Rad zu verbringen. Aber wenn, dann richtig. Natürlich sitze ich beim Grundlagentraining auch schon mal vier Stunden auf dem Rad, aber sonst eher 2,5 bis 3,5 Stunden.“

    Wie oft trainierst Du speziell für Crossrennen? Ist das überhaupt hier in der Nähe möglich? Fährst Du dann im Wald oder eher auf Wiesen?

    „Nach der Straßensaison trainiere ich ab Herbst speziell für Crossrennen. Das passiert in dem Wald vor unserer Haustür. Wiese fahr ich nur selten, bei uns in der Siedlung gibt es so einen Spielplatz mit Bolzplatz, da drehe ich manchmal meine Achten.“

    Hast Du ein oder zwei schlagkräftige Trainingstipps für uns?

    „Speziell für Cross würde ich viel Intervalltraining empfehlen – auf einer kleinen 500 m Runde. 15 Sekunden alles was geht / 45 Sekunden locker. Wenn man die Runde besser kennen lernt, traut man sich auch die Kurven immer schneller zu fahren – am besten bis in den Grenzbereich.
    Mir persönlich hat es immer geholfen mir vorzustellen und zu denken, wie Marianne Voss (Weltmeisterin Frauen) fährt. Man muss es schon quasi fühlen – um dann zu versuchen ihren spritzigen Fahrstil zu kopieren.“

    Wie geht es jetzt für Dich weiter, was sind Deine Ziele? Muss man als Frau auch nach Belgien ziehen wie bei den Herren Phillip Walsleben, um in der Hochburg des Cross-Sports zu fahren?

    „Auf jeden Fall möchte ich weiterhin Radsport machen, so professionell wie möglich. Nach meinem Abitur im Sommer werde ich nach Berlin ziehen um eine Ausbildung zu beginnen (im Radgeschäft). Nebenbei werde ich – so gut es machbar ist – trainieren und möglichst professionell leben. Dabei unterstützt mich mein Lebenspartner Silvio Herklotz, der als Radprofi ohnehin schon so lebt.
    Ich denke als Frau ist es weniger notwendig nach Belgien „auszuwandern“. Das sieht man z. B. an Hanka Kupfernagel oder diversen tschechischen Fahrerinnen. Die sind auch top.
    Bei den Männern sieht es da allerdings anders aus.“

    Ein Frage an Deine Eltern:
    Überwiegt bei Euch eigentlich der Stolz auf die Leistung der Tochter oder der Frust, dass sie jetzt schneller ist als Ihr?

    Bettina Lambracht: „Ich glaube nicht, dass es Eltern gibt, die nicht stolz auf ihre Kinder sind, wenn sie erfolgreich sind.
    Anfangs haben wir (Jessi & ich) uns allerdings ab und zu den „Spaß“ gemacht, dass die „Verliererin“ eine vereinbarte Arbeit erledigen musste. Als das zu einseitig wurde, habe ich damit aufgehört…“

    Vielen Dank an Euch für die Teilnahme und alles Gute für Deine weitere Radsportkarriere Jessi.

  • 2. Frühjahrspreis des RC Endspurt Herford

    16:00 Uhr
    Hobbyklasse
    10 Runden a 2,8 km

    Nach den ersten Gehversuchen bei Hobby-Crossrennen im Weser-Ems-Cup stand ich am 09.03.2014 bei strahlendem Sonnenschein am Start meines ersten Straßen-Hobbyrennens. Trotz guter Vorbereitung über die Crossrennen und mit – für meine Verhältnisse – vielen Straßenkilometern in den Beinen bin ich mit sehr gedämpften Erwartungen angereist.

    Letztlich haben mich die guten Leistungen von Simon und Felix am Vormittag motiviert an den Start zu gehen. Die beiden sind extra noch einmal zur Rennstrecke gekommen um mich zu unterstützen. Vielen Dank dafür!

    Die Startliste verhieß ein schnelles Rennen. Bekannte Namen aus dem GCC nutzten das Rennen offensichtlich als willkommene Vorbereitung. So waren beispielsweise Fahrer der Teams Citec Röltgen, Rotz Racing, Moskovskaya, Stölting und RadMitte vertreten. Aufgrund des guten Wetters haben sich noch zahlreiche Fahrer nachgemeldet, so dass vielleicht 50 Fahrer am Start standen.

    1. Runde
    Drei Minuten nach den U15-Fahrern gehen wir auf die Strecke. In den ersten Kurven stecken die unerfahrenen Fahrer zurück und das Feld sortiert sich schnell. Etwa die Hälfte des Feldes setzt sich ab. Ich bin erstaunt mich gut unter den ersten Zehn halten zu können und fahre auf der Zielgeraden nach vorne um in der Zielkurve nicht ins Gedränge zu kommen.

    4. Runde
    Schock. In der Eingangskurve zur Zielgeraden scheppert es. Ein überrundeter Fahrer erschreckt sich über die vorbeirasende Meute und stürzt. Ich habe Glück und kann ihm gerade noch ausweichen.

    5. Runde
    Wir fahren auf die U15 auf. Gleichzeitig will ein Anwohner mit seinem Auto die Einfahrt verlassen. Plötzlich wird es eng und die Rennsituation wird unübersichtlich. Etwa zehn Fahrer können sich in Folge dessen absetzen.

    6. Runde
    Die Spitzengruppe mit jetzt 6 Fahrern hat nun schon einen deutlichen Vorsprung. Es folgen 16 weitere Fahrer. Durch ein Versteuern meines Vordermanns habe ich zu diesem Zeitpunkt kurzfristig den Anschluss an die Verfolgergruppe verloren. Auf der Zielgeraden jage ich dem Feld in Zeitfahrposition hinterher und kann im nun folgenden kurvigen Streckenteil wieder aufschließen.

    8. Runde
    Wir haben die Ausreißer wieder eingefangen. Geschlossen geht es mit etwa 25 Mann in die beiden Schlussrunden.

    9. Runde
    Auf der Zielgeraden kann ich spielend das Tempo der anderen mitgehen. Das hohe Tempo durch den abschüssigen ersten Teil und der folgende kurze Anstieg kommen mir sehr entgegen. Wenn ich in der Schlussrunde mit der Gruppe auf die Zielgerade einbiege, habe ich gute Chancen vorne mitzumischen.

    10. Runde
    Es wird relativ verhalten gefahren, ich will nicht den gleichen Fehler machen wie Simon im letzten Jahr und im Anstieg an der Grünen Straße meine Körner für den Zielsprint verbrennen. So biege ich als letzter der Führungsgruppe auf die lange Zielgerade ein. Bei Rückenwind gehen wir mit knapp Tempo 70 in den Bergauf-Zielsprint. Gut, dass ich 52-11 aufliegen habe. Als ich den Sprint anziehe macht sich eine GCC-Armada vor mir breit. Kein Platz zum überholen. Keine Chance. Ich nehme schon weit vor dem Zielstrich raus. Ärgerlich, den richtigen Zeitpunkt zum Sprint habe ich verpasst.

    Fazit
    Die Jungs der GCC-Teams haben an diesem Tag ganz klar ihre Erfahrung ausgespielt. Unter den ersten 11 Platzierten waren genau 9 GCC-Teamfahrer, einige davon ehemalige Lizenzfahrer. In diese Phalanx konnte nur ein Bielefelder „Hobbyfahrer“ einbrechen – diesen ehemaligen Jugendfahrer habe ich natürlich gleich für Sprintax akquiriert 😉

    Ein befreundeter Beobachter, ehemaliger BDR-Kommissär und Rennfahrer, bescheinigte mir meinen verpatzten Sprint und machte Rang 19 für mich aus. Schade, da wäre mehr drin gewesen, wenn ich mir an diesem Tag einfach mehr zugetraut hätte. Wie heißt es doch so schön: Lieber vorne sterben, als hinten nichts erben.

    Auf ein Neues. Börger kann kommen.

    P.S.:
    Unser Schnitt lag auf dem Niveau der C-Klasse, trotzdem war das Rennen weniger intensiv als ein Lizenzrennen (weniger Belastungsspitzen). Durch das kleine Teilnehmerfeld war es zudem die meiste Zeit stressfreies Fahren. Für jeden Einsteiger in die Rennwelt also absolut empfehlenswert.

  • Das war die Saison 2009

    Die Saison 2009 geht dem Ende zu. Viele Events haben wir, die Mitglieder des R.C. Sprintax Bielefeld, auch in 2009 erlebt. Jeder von uns hat seine Veranstaltungen besucht oder bei der Ausrichtung von Events mit geholfen.
    Sprintax-RTF, Sprintax Hermann-Challenge, Deutsche Meisterschaft, Fischbrötchen Tour, Mecklenburger Fahrradtörn, Sprintax Vereinsmeisterschaft, Vattenfall Cyclassics, Ötztaler Radmarathon, „GO East“ Etappenfahrt, die Liste nimmt scheinbar kein Ende.
    Darüber haben wir spannende Reiseberichte unserer Mitglieder und Freunde veröffentlicht.
    Nun bereiten wir uns auf die Wintersaison vor.
    Und nicht vergessen: gleichmäßig pedalieren – und gelegentlich an dieser Stelle nachsehen, ob es etwas Neues gibt.

  • November-Cross

    November-Cross

    Schnee, Matsch, gelegentlich Sonne – November-Cross

    November Cross
      Jessica Lambracht in Syke

    Von Jens Lambracht

    Hannover „City-Cross“ am 2. November 2008: Bei trockenem, bewölktem Wetter ging’s im Zickzack über den Parkplatz einer Möbelfirma. Das Frauenrennen wurde von Bettina entscheidend mitbestimmt. In einem packenden Dreikampf über das gesamte Rennen, konnte sie sich Platz zwei sichern. Ich selbst hatte mich auch sehr gut gefühlt und bin mit Platz 11 super zufrieden.

    Osnabrück am Attersee „Weser-Ems-Cup“ 16. November 2008: Ein tolles Ambiente an einem Badesee mit Sandstand. Die Strecke führte dann auch über selbigen, und über Wald- und Wiesenwege rund um den See. Sehr kräftezehrend das ganze. Abermals ein spannender Dreikampf im Frauenrennen. Und wieder ein zweiter Platz für Bettina; irgendwann klappt’s dann in dieser Saison hoffentlich mit dem Sieg! Das wird bei meiner Performance gegen die teilweise ultrastarken Senioren II wohl eher nicht drin sein. Mein Ergebnis in Osnabrück: Platz 21, was bei über 40 Startern ja auch nicht so schlecht ist. Jessica konnte hier aus trainingsmethodischen (Triathlon) Gründen leider nicht starten.

    Herford „Weser-Ems-Cup“ 22. November 2008: Schneefall und Matsch. Das sind dann doch gleich mal traditionelle Bedingungen in Herford. Die sehr „tiefe“ und rutschige aber flache Strecke forderte wirklich alles von den Fahrern. Jessica gab im Schüler U 15-Rennen nach einer Runde auf. Die Strecke war für sie zu schwer. Damit war sie in guter Gesellschaft, den später im Elite-Rennen stieg auch Finn Heitmann, immerhin 4. bei den deutschen Meisterschaften, wegen „schlechter Beine“ auf. Im Senioren/Frauen/U 17-Rennen (Startfolge ca.30 sec.) war die Strecke weiter aufgeweicht. Es ging eigentlich nur um’s durchkommen ohne Sturz und Materialschaden. Bettina sicherte sich mit Platz 3 einen schönen Treppchenplatz mit Bild in der Bielefelder Zeitung. Bei mir reichte es zu Platz 18.

    Hamburg „Stevens Cyclocross Cup“ 29. November 2008: Samstag morgen. Schneegestöber. Super Crosswetter. Trotzdem sind wir gut und zügig in Hamburg angekommen. Die Strecke war mitten in einem Wald. Der Schnee machte den Boden zwar weich, jedoch einigermaßen gut befahrbar. Ich muss sagen, die RG-Uni-Hamburg hat eine wirklich gute Veranstaltung aufgelegt. Jessica zeigte sich in hervorragender Form. Auf dem relativ flachen Kurs musste sich in einem sehr stark besetzen U 15-Jungenfeld behaupten. Platz 10 (bestes Mädchen) von insgesamt 24 Startern, davon 3 Mädchen. Ab U 17 wurde dann noch ein fieser Berg in die Strecke eingebaut. Im Frauen-Rennen konnte Bettina an ihre bisher guten Ergebnisse anknüpfen: Platz 4. Das Senioren-Rennen war, wie üblich, stark besetzt. Jens Schwedler, Lars van der Sloot, Timo Berner usw. Es war für mich ein sehr hartes Rennen. In einer vierköpfigen Kampfgruppe ging’s richtig zur Sache, was mir viel Spaß bereitete. Leider bin ich in der letzten Runde ein klein wenig ins Straucheln gekommen, aber mit Platz 19 sehr zufrieden.

    Syke-Barrien „Weser-Ems-Cup“ 7. Dezember 2008: Endlich mal wieder sonnige und trockene Bedingungen. Leider konnte ich wegen Erkältung nicht starten. Dafür konnte Jessica mit Platz 2, trotz Materialschaden, eine weitere tolle Platzierung landen. Auch hier wieder bestes Mädchen. Der Materialschaden (Lager im Hinterrad) zeichnete sich in der 2. Runde ab, und verhinderte einen möglichen Sieg. Sie wechselte auf Bettina’s Rad und fuhr das Rennen damit zu Ende.

    Unsere nächsten Termine:

    21.12. Rheine (WEC)
    27.12. Hannover
    31.12. „Sylvester Cross“ Herford (D-Cup)
    04.01. Lohne-Vechta (D-Cup)
    18.01. Lohne-Grevingsberg (Abschlußveranstaltung WEC)

  • Auftakt der Cross-Saison 08/09

    Auftakt der Cross-Saison 08/09

    Querfeldein auf’s Treppchen – Erste Ergebnisse zum Auftakt der Cross-Saison 2008/2009

    Von Jens Lambracht

    Der Querfeldeinsport steht bei uns momentan wieder hoch im Kurs. Jessica, Bettina und ich fahren in dieser Saison die Rennen zum Weser-Ems Cup, sowie einige Rennen zum Deutschland Cup. Der Radsportbezirk Weser-Ems organisiert den gleichnamigen Cup nun mittlerweile zum 9. Mal für Querfeldein- und MTB-Fahrer. In der Zeit vom 12.10.2008 bis zum 18.01.2009 werden insgesamt 8 Läufe auf verschiedenen Kursen ausgetragen. Auch in diesem Jahr haben wir uns vorgenommen, so oft wie möglich dabei zu sein.

    Insgesamt drei Rennen haben wir im Oktober bereits absolviert. Beim ersten Rennen in Engter am 12.10. bin ich in der superstark besetzten Seniorenklasse II nach einem Sturz in der ersten Runde auf Platz 24 ins Ziel gekommen. Das Wetter war sehr gut, die Strecke flach, durch viele Tragepassagen jedoch sehr anspruchsvoll.

    „Rund um den Lohner Aussichtsturm“

    Auftakt der Crosssaison

    Unser erstes Deutschland-Cup-Renne „Rund um den Lohner Aussichtsturm“ stand am 19. Oktober auf der Tagesordnung. Eine sehr anspruchsvolle, schnelle Strecke mit einem langen Anstieg, der richtig in die Beine ging, hat unser Familienteam mächtig gefordert – aber auch gefördert! Hier konnte Jessica (Schülerinnen U 15) ihren ersten Sieg feiern. Mit ca. 2 Min. Vorsprung auf die Zweitplatzierte bot sie eine herausragende Leistung. Das bedeutete gleichzeitig die Führung in der Deutschland-Cup Gesamtwertung. Im Seniorenrennen musste ich gegen Prominenz wie Jens Schwedler antreten. Schwedler war mehrmals Deutscher Radcross-Meister und nach Beendigung seiner ersten aktiven Karriere ab 2005 Trainer und sportlicher Leiter des Hamburger Stevens. Seit Anfang des Jahres trainiert er wieder intensiver und war nun auch in Lohne am Start. Aus der letzten Reihe startend konnte ich mich zumindest ins Mittelfeld katapultieren und diese Position weitestgehend halten. Am Ende bin ich mit Platz 32 von 64 Startern nach einigen Zweikämpfen sehr zufrieden. Wie zu erwarten hieß der Sieger übrigens Jens Schwedler.

    Ebenfalls stark ist Bettina im Frauen-Elite-Feld gefahren. Nach hartem Zweikampf kam ein toller vierter Platz dabei heraus. Die Zeitabstände zu den ersten dreien und auch deutlich jüngeren Fahrerrinnen waren sehr gering. Nach einem sonnigen und warmen Herbsttag konnten wir also recht zufrieden heim fahren.

    2. Lauf zum Weser-Ems-Cup in Sandkrug 26. Oktober 2008

    Auftakt zur Cross-Saison

    Am folgenden Wochenende meinte es der Wettergott nicht ganz so gut mit uns: zunächst „noch“ bewölkt, setzte später Regen ein. Die Stecke war anspruchsvoll mit einer langen Sandpassage – was wollte man in „Sandkrug“ auch anders erwarten? Im U 15 Rennen, musste Jessica diesmal bei den Jungs starten, denn für Schülerinnen gab es keine getrennte Wertung. Trotzdem konnte sie einen hervorragenden 3. Platz herausfahren, immer eng auf Tuchfühlung mit den Erst- und Zweitplatzierten.

    Ich durfte mich mit 41 weiteren „Senioren“ unter anderem Lars van der Sloot (Deutscher Meister-Senioren), Timo Berner usw. „herumschlagen“. Aufgrund meiner Platzierung von Engter stand ich am Start natürlich weit hinten. Dieser ist mir zwar ganz gut gelungen, doch zu Beginn wurde ich jedoch im Getümmel der ersten Engstelle wieder etwas zurückgeworfen. Am Ende war ich mit Platz 24 dennoch zufrieden.

    Bettina lieferte sich einige Zweikämpfe im sehr gut besetzten Frauenrennen. Dort waren zehn Fahrerrinnen am Start. Mit Platz 4 hat sie das Treppchen leider knapp verpasst, trotzdem ein super Ergebnis.

  • Das war die Saison 2008

    Die Saison ist fast vorbei. Viele Ereignisse haben wir – als Mitglieder des R.C. Sprintax – in diesem Jahr erlebt. Jeder von uns hat seine Veranstaltungen besucht oder bei der Ausrichtung von Events mit angepackt.
    Die Sprintax-RTF, der Kölkencup, die Jeantex-Transalp, die Vattenfall Cyclassics, die „GO East“ Etappenfahrt und das „Oldtimer-Rennen“ L’Eroica in der Toscana, um nur einige zu nennen.
    Darüber haben wir spannende Reiseberichte unserer Mitglieder und Freunde veröffentlicht.
    Nun bereiten wir uns auf die Wintersaison vor.
    Und Die Saison ist fast vorbei. Viele Ereignisse haben wir – als Mitglieder des R.C. Sprintax – in diesem Jahr erlebt. Jeder von uns hat seine Veranstaltungen besucht oder bei der Ausrichtung von Events mit angepackt.
    Die Sprintax-RTF, der Kölkencup, die Jeantex-Transalp, die Vattenfall Cyclassics, die „GO East“ Etappenfahrt und das „Oldtimer-Rennen“ L’Eroica in der Toscana, um nur einige zu nennen.
    Darüber haben wir spannende Reiseberichte unserer Mitglieder und Freunde veröffentlicht.
    Nun bereiten wir uns auf die Wintersaison vor.
    Und nicht vergesssen: gleichmäßig pedalieren – und gelegentlich an dieser Stelle nachsehen, ob’s etwas Neues gibt.