Autor: Susan

  • Rad-Marathon Tannheimer Tal

    Rad-Marathon Tannheimer Tal

    Auf 230 KM führte der Veranstalter das Feld von Tannheim über 3500 HM ins Allgäu um über die höchste deutsche Alpenstraße, den Rietbergpass, nach Österreich zurückzukehren. Durch den Bregenzerwald führte der Weg durch Tunnel und Galerien über den Hochtannbergpass ins Lechtal. Nach der Bewältigung der letzten Hürde, den Gaichtpass, gings dann zurück nach Tannheim.

    AlphornNeben der wunderschönen Landschaft war auch die Straßenführung sehr beeindruckend. Neben körnerziehenden Anstiegen gab es kilometerlange gut zu bewältigende Abfahrten, die jedes Fahrerherz höher schlagen ließen (genauso wie die Anstiege).

    https://www.youtube.com/watch?v=20zys5-XYv8

    Mit Zeiten von 6:55 und 7:09 fuhren die schnellsten Sprintaxfahrer Fred Brinkmann und Lars Riedel auf der Langdistanz auf die hervorragenden Plätze 53 und 78 im über 1.000 Teilnehmer zählenden Fahrerfeld. Aber auch die anderen 13 Sprintaxteilnehmer waren zufrieden mit ihren Leistungen an diesem sonnig / heißen Julitag, die durch hervorragend ausgestattete Versorgungsstationen (vom Cappucino bis … ) angenehme Unterbrechungen fanden.

    Im Ziel waren die Strapazen schnell vergessen und so wurden dann gemeinsam die Flüssigkeits- und Kaloriendefizite des Tages in guter Stimmung beseitigt.

    TN Sprintax

    Eine sehr schöne, absolut wiederholenswerte Veranstaltung!

  • Ötztaler Radmarathon – Nachlese

    Ötztaler Radmarathon – Nachlese

    … In diesem Artikel ging es eigentlich um die Pubertät, allerdings finde ich passt das in diesem Zusammenhang auch. Denn so viel ich mich mit dem Anstieg befasst hatte und ich alle möglichen Szenarien und Möglichkeiten die ich vor meinem geistigen Auge durchgegangen bin, dass es mich ganz unten am Fuße des Timmelsjoch, direkt nach der Abfahrt vom Jaufen erwischt, Krämpfe in beiden Oberschenkeln und in den Waden, damit habe ich wirklich nicht gerechnet.

    Aber von Anfang an: Wahrscheinlich haben alle von uns einen vergleichbaren Moment im Verlauf ihres ersten Ötztalers erlebt – am 28.08.2016 startete der RC Sprintax mit über 20 Teilnehmern beim 36. Ötztaler Radmarathon. 238 Kilometer – 5500 Höhenmeter über 4 Alpenpässe – eines der härtesten Amateur- / Jedermannrennen, in jedem Fall aber das renommierteste in Europa.

    Die Ziele der Teammitglieder waren dabei recht unterschiedlich gewichtet. Während es für die Einen vor allem um die Herausforderung an sich ging den Marathon im Rahmen der Zeitlimits zu schaffen, stand für Andere eine gute Zeit zu erzielen oder die persönliche Bestleistung zu verbessern im Vordergrund. Das von mir anvisierte Ziel, mit den schnellsten fünf Fahrern (von uns) unter 41 h zu bleiben und damit eine Chance auf eine TOP 10 Platzierung zu haben, wurde mit einer Zeit von 41:06 h und Platz 15 nur knapp verfehlt.

    In diesem Bericht allen gleichermaßen gerecht zu werden wird wahrscheinlich nicht gelingen, dennoch möchte ich an dieser Stelle einige Fahrer tatsächlich herausstellen, aber gleichzeitig Allen gleichermaßen zu ihrer tollen persönlichen Leistung gratulieren!

    Gerade weil die Zeiten alleine nicht eins zu eins die Leistung widerspiegeln die ein Teilnehmer erbracht hat und jeder Fahrer für sich seine Leistung einschätzt und beurteilt find ich es bemerkenswert welch gute Leistung der RC Sprintax in der Breite und in der Spitze geboten hat!

    • Allen voran Kai-Uwe 7:41 h: Herausragend und zu erwarten; ein tolles Beispiel für Konstanz auf höchstem Niveau.
    • Niklas 7:46 h: Herausragend und nicht unbedingt bei der ersten Teilnahme zu erwarten – da ist noch deutlich Luft nach oben!
    • Frederick 8:13 h: Deutliche persönliche Bestleistung incl. Startplatz aus dem ersten Block beim nächsten Mal
    • Christian B. 8:28 h: Erste Teilnahme – der Autor ist sehr zufrieden und muss sich neue zeitliche Ziele suchen.
    • Lars 8:56 h: persönliche Bestzeit
    • Ragnar 8:58 h: persönliche Bestzeit
    • Finn 9:01 h: erste Teilnahme, das erste echte Langdistanzrennen – Hut ab, tolle Leistung, auch oder gerade weil das Ziel unter 9 h zu bleiben nur knapp verfehlt worden ist.
    • Toll finde ich auch die Teamfahrt von Frank, Joachim, Wolfgang und Andreas…

    Unabhängig von den tollen Ergebnissen aller Teilnehmer, Novizen und alten Hasen, finde ich, dass das gesamte Ötztaler Radmarathonwochenende ein rundum gelungenes Vereinsevent war, das hoffentlich im nächsten Jahr eine Fortsetzung findet. Vielleicht unter dem Motto

    „RC Sprintax Bielefeld – DAS TEAM“

    weitere Vorschläge gerne und ausdrücklich erwünscht!

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    Das Team: Andreas, Benjamin, Bernd und Finn, Christian B., Christian T., Dario, Dirk und Petra, Frank, Frederik und Leni, Joachim, Kai-Uwe, Lars, Niklas, Paradee, Ragnar und Simone, Thomas G., Thomas S., Viktor, Werner, Wolfgang M., Wolfgang W.

     

    Hier die Ergebnisse im Überblick (als Vergleich Jörg Ludewig):

    Ergebnisse Oetzi2016

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  • Trauer um Melvin Trundle

    Trauer um Melvin Trundle

    Der RC Sprintax ist tief betroffen von dem schrecklichen Unglück das den erst 16-jährigen Melvin Trundle aus dem Leben gerissen hat. Unser Beileid und Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Freunden und Vereinskameradinnen und -kameraden, wie auch den Angehörigen des ebenfalls gestorbenen Motorradfahrers.
    Melvin galt in der Region als einer der besten Nachwuchs-Radrennfahrers seines Jahrgangs und fuhr im Trikot des RSV Gütersloh.

     

  • Sprintax auf den Spuren von Boonen und Co.

    Sprintax auf den Spuren von Boonen und Co.

    Ronde van Vlaanderen

    Am Samstag den 2. April stand ich also morgens um viertel nach fünf am Bus, der mich vom Ziel in Oudenaarde zum Start der Flandernrundfahrt nach Brügge bringen sollte. Obwohl ich am Start nur kurz meine Wechselkleidung abgegeben habe, verpasste ich dann doch glatt erstmal den offiziellen Start am Marktplatz in Brügge. Also reihe ich mich in den fast endlosen Tross von Radlern ein, die sich durch Brügges Straßen Richtung Oudenaarde schieben.

    Leider dauerte es nicht lange, bis sich das erste Ärgernis einstellt: bei einer Veranstaltung mit insgesamt 6.000 Fahrern auf der Benutzung von teils sehr schmalen Radwegen zu bestehen ist an sich schon problematisch, Pfosten, Schranken und weiteres Mobiliar auf den Wegen zu belassen ist jedoch schlicht fahrlässig. Entsprechend häufig gab es denn auch Knäuel aus denen sich Radler schälten, die entweder mit den Hindernissen oder gestürzten Mitfahrern kollidiert waren. Bald hatte ich dann aber Brügge hinter mir gelassen und eine einigermaßen zügige Gruppe gefunden. Vorsicht war auf den ersten 120km vor allem dort geboten, wo die oft aus Betonplatten bestehenden Straßen einen für Radreifen passenden Spalt in der Fahrbahnmitte aufwiesen. Aber genug gejammert, die Form stimmte soweit und als da tatsächlich so ein niederländischer Verein meinte, die Gruppe auf die Windkante setzen zu müssen, habe ich da mal was klargestellt…

    Stichwort Windkante, das sprichwörtlich schlechte Wetter hat uns verschont, am Anfang hatten wir gar Rückenwind, der erst später von der Seite blies und in den Anstiegen der flämischen Ardennen dann auch irgendwie egal war. Das bringt uns denn auch gleich zur nächsten Station, den Hellingen. Hellingen sind kurze, gepflasterte und vorzugsweise mit deutlich zweistelligen Steigungsprozenten versehene Anstiege. Bis aufs Pflaster nicht unähnlich dem, was man an Teutoburger Wald und Wiehengebirge auch finden kann – in sofern fühlte ich mich tatsächlich fast zu Hause.

    Los ging’s mit dem Wolvenberg: 700m kurz, 7,9% im Schnitt und 17,3% in der Spitze – Jagdweg lässt grüßen. Hier deutete sich aber auch gleich das nächste Problem an: Wegen der großen Teilnehmerzahl kam es zu zähfließendem Verkehr. Am Koppenberg, der wohl fiesesten Rampe auf der ganzen Tour mit 500m Länge, 9,4% im Schnitt, 22% in der Spitze und obendrein rutschigem Pflaster, ging denn auch gar nichts mehr – absteigen und per pedes bergauf. Ein Spiel, das sich am Paterberg wiederholen sollte. Wie ein belgischer Mitfahrer eine Woche später bei der Roubaix Challenge so passend bemerkte: „Du kannst den Koppenberg das ganze Jahr über fahren – nur an zwei Tagen geht das nicht.“ Genau den zwei Tagen an denen Jedermann Tour und Profirennen stattfinden.

    Die nächste Enttäuschung gab es dann am Oude Kwaremont (2.000m, 4% im Schnitt, 11,6% in der Spitze), der war, wohl wegen eines medizinischen Notfalls, gesperrt. Damit blieb denn auch nur noch der Paterberg. Im Ziel blieb vor allem neben dem Ärger über die Mängel bei der Organisation, die Erkenntnis, dass die Rampen deutlich weniger zermürbend waren, als die flachen Kopfsteinpflasterpassagen – tolle Aussichten für Paris Roubaix eine Woche später.

    Paris Roubaix

    Entsprechend skeptisch startete ich denn eine Woche später von Busigny (glücklicherweise muss man nicht mehr den ganzen Weg von Paris fahren) Richtung 32513536Roubaix. Um möglichen Staus aus dem Weg zu gehen, habe ich dann gleich mal von Anfang an Tempo gemacht. Das hat sich auch gelohnt. Zwar waren in den ersten paar Kopfsteinpflasterstücken noch einige Radler auf der Strecke – einen gemeinsamen Start gab es wiederum nicht –, aber spätestens nach der ersten Verpflegungsstelle war überwiegend freie Bahn angesagt. Das war auch gut so, denn auf dem Pflaster kann man weder bremsen noch schalten und mit dem Lenken sollte man es auch nicht übertreiben. Im Pulk reduziert dies die Handlungsoptionen ungemein, zum Beispiel, wenn tatsächlich so eine Flitzpiepe in feinster Harakiri Manier in beide Bremsen langt, um anzuhalten und seine aus dem Halter geflogene Flasche einzusammeln…

    Stürze gab es aber erstmal erstaunlich wenige, dafür stand alle paar Meter jemand am Straßenrand und flickte seine Reifen, richtete seinen Sattel, etc. Neben Reifenpannen habe ich vor allem gebrochene Sättel und Sattelstützen sowie eiernde Laufräder gesehen. Selber bin ich verschont geblieben – trotz 90kg und nur 20 Speichen vorn und hinten. Auch die 28er Reifen haben gehalten, wohl auch, weil ich mit 6,5 bar vorn und 7,5 bar hinten eher auf Durchschlagschutz denn auf Komfort gesetzt habe.

    P1310230Defekte gab es eher an mir selbst zu beklagen. Während meine Handschuhe bei der Flandernrundfahrt unauffällig ihren Dienst verrichteten, hatte ich nach 50km unheimlich brennende Hände. Als ich dann meine Handschuhe zur Kontrolle ausgezogen habe, stellte ich an beiden Händen große, aufgeplatzte Blasen fest. Aber wir sind ja nicht im Fussballverein, also Handschuhe in die Tasche und weiter – waren ja nur noch knapp 20 Kopfsteinpflasterpassagen und 120km…

    Generell kann man sagen, dass die Straßen in Frankreich viel besser sind als in Belgien, das Pflaster dafür wesentlich schlechter. Zum Glück war es überwiegend trocken – auch wenn Regen und Gewitter am vorhergehenden Abend nochmal reichlich Dreck auf die Strecke gespült haben. Wirklich gefährlich war allerdings der Wald von Arenberg. Hier findet man nicht nur das mit Abstand schlechteste Pflaster, es weist auch sehr ausgeprägte Spurrinnen auf und ist nicht einfach glitschig sondern glatt. Es hat mich teilweise um locker 30cm versetzt, Überholen war Glücksache. Die folgenden Stücken mit besonders schlechtem Kopfsteinpflaster waren zum Glück halbwegs trocken, nie richtig glatt und ließen sich zudem oft auf dem Randstreifen oder im Bankett vermeiden. Ja, richtig: Der einzig vernünftige Weg Kopfsteinpflaster zu fahren ist jede Möglichkeit zu nutzen, es zu vermeiden.

    Muss man das also mal gemacht haben?

    Im Fall von Paris Roubaix würde ich es fast bejahen, allerdings ist die Geschichte bei Nässe brandgefährlich. Im Falle der Flandernrundfahrt, die in der letzten Hälfte eigentlich eine wunderschöne Strecke hat, würde ich bei der gegenwärtigen Teilnehmerzahl und Organisation verzichten.

  • Wetter statt Wetter-Apps

    Wetter statt Wetter-Apps

    von Ulli Vogelpohl

    Gar nicht so einfach, in unserer multimedialen Zeit Entscheidungen im Outdoorsport zu treffen, wenn „Bruder Google“ dreimal am Tag die Vorhersage ändert…

    Am 28.5. war es wieder soweit:

    Der RC Sprintax veranstaltete seine 17. RTF AM TEUTO  >>Fotos<<

    Trotz durchwachsener Wetteraussichten stand die ganze Woche für den Verein im Zeichen der Vorbereitung der Radsportveranstaltung.

    Nach den ersten Vorplanungen zwischen Januar und April ging es jetzt in der heißen Phase um die organisatorische und logistische Umsetzung des „Großprojektes“. Über 60 Freunde und Mitglieder des RC Sprintax waren an der Durchführung und Organisation der RTF beteiligt und investierten mehr als 500 ehrenamtliche Arbeitsstunden in die Umsetzung.

    Nach dem Großeinkauf am Freitagmorgen (wir planen immer für über 400 kalorienverbrennende Radsportler), wurden die Vorbereitungstrupps am Freitagnachmittag dann nach dem Einladen des Materials von monsunartigen Gewittern beim Ausschildern der vier Rundstrecken begleitet. Mit Routine, Engagement und Improvisationsgeschick konnten alle Vorbereitungen pünktlich abgeschlossen werden.

    Da das Glück mit den Fleißigen ist ;-), blieben am Samstag die größeren Wetterkapriolen, entgegen den Vorhersagen, aus und unsere fast 400 Gäste konnten in sommerlicher Atmosphäre ihre Leidenschaft auf vier verschiedenen Strecken zwischen 50 und 150 KM rund um und durch den Teuto ausleben.

    Da der Weg vom Start bis zum Ziel bekanntlich immer der „weiteste“ ist, wurden den Radsportlerinnen und Radsportlern an vier Verpflegungsstellen Kalorien- und Getränkenachschub angeboten.

    Die Überlegung aus dem Vorjahr, die 150er Runde wg. der Wetteraussichten nicht anzubieten (im Vorjahr hatten sich wg. des schlechten Wetters nur 8 Fahrer für die große Runde entschieden) waren schnell verworfen und wurde mit über 50 Nutzern der Kontrolle in Bad Essen belohnt.

    k-P5280393Im Ziel kam dann im Loungebereich der gemütliche Teil nicht zu kurz. Unsere Partner von der SPARKASSE BIELEFELD und dem inzwischen weltweit bekannten „radsportverrückten“ Bielefelder Unternehmen ALPECIN (…Doping für die Haare, nur für die Haare…) unterstützten uns hier bei der Ausgestaltung der „Terrasse“.

    Mit Kaffee, Kuchen, kühlen Getränken und Leckerem vom Grill ließen unsere Gäste dann einen sehr schönen Radsporttag ausklingen.

    Neben den Wertungskartenfahrern (das sind die vereinsgebundenen Teilnehmer) fand sich erfreulicher Weise auch eine sehr große Anzahl an Trimmfahrern unter den Radsportlern, die aus ganz Ostwestfalen den Weg nach Bielefeld fanden.

    Der RC Sprintax bedankt sich bei allen Teilnehmern, Helfern und Unterstützern unserer Veranstaltung und freut sich schon jetzt auf die 18. RTF AM TEUTO am 27.5.2017 mit Wetter statt Wetter-App 😉