Autor: Susan

  • Vereinsmeisterschaften 2014

    Erste Attacken

    MS Straße 2014 Hollenstein 1 

    Nach der neutralisierten Anfahrt bis zum Anstieg nach Hollenstein ging es auf der Heidmanstraße sofort zur Sache. Finn fuhr die erste Attacke. Schnell sortierte sich das Feld. Werner, Frederik, Finn und Simon fuhren zügig hoch nach Hollenstein. 

    Bereits mit etwas Abstand folgten Dario, Karsten und Jan, der hier schon beißen musste, um den Anschluss nicht zu verlieren.  

    MS Straße 2014 Hollenstein 2

    Wer hier ohne Gruppe oben ankommt, hat in der Abfahrt und der Ebenen ein Problem. 

    In der nächsten Gruppe folgten Dirk, Franky, Thomas G., Thomas S. und Viktor.Dirk zeigte sich im Anschluss etwas überrascht, dass dies schon so früh im Rennen die entscheidende Gruppenteilung sein sollte.

    Martin, Ulli und Esther setzten dem Feld gemeinsam nach.

    MS Straße 2014 Hollenstein 3MS Straße 2014 Hollenstein 4

     

    Tempohatz

    Auf der Abfahrt von Hollenstein folgte die übliche Tempohatz. Der Tacho fiel nicht mehr unter 40 und zeigte teilweise deutlich höhere Geschwindigkeiten an. Ab und zu kamen die Ausreißer dabei wieder ins Blickfeld der Verfolger.

    Etwas weiter vorne musste Frederik hinter dem Anstieg bei Brüntorf reißen lassen und wurde von Dario, Karsten und Jan eingesammelt. Mit nun drei guten Rolleuren in der Gruppe konnte er es sicher schlechter erwischen.

    Auf dem folgenden Flachstück zwischen Lieme und Billinghausen, testete Franky seine Mitstreiter mit einem Antritt. Diese blieben jedoch ruhig, keiner setzte nach. Ohne Begleiter stellte Franky den Versuch wieder ein. Die Fahrer dieser Gruppe berichteten später von Durchschnittspulsen nahe der anaeroben Schwelle. Einfach war das Rennen sicherlich für niemanden.

    Im Anstieg nach Stapelage musste dann Jan dem hohen Tempo Tribut zollen und fiel zurück. Ähnlich erging es weiter vorne mittlerweile Finn, der nun mit der Verfolgergruppe Tempo machte.

    Taktische Spiele

    Hinauf nach Oerlinghausen suchten die beiden Spitzenreiter nun die Entscheidung. Auf jede Attacke ließen sie eine Konter-Attacke folgen. Noch sollte sich keiner der beiden entscheidend absetzen können.

    Weiter hinten fingen in der zweiten Gruppe auf dem Weg zu „Popofrische Eier“ taktische Spielchen an. Niemand wollte sich im Angesicht des bevorstehenden Schlusssprints unnötig in der Führung verausgaben. Das Tempo sank. Jan, der die zweite Gruppe zwischenzeitlich in Oerlinghausen aus dem Blick verlor, kämpfte sich im Anstieg Meter für Meter wieder heran.

    Entscheidung

    Unterdessen sollte sich das Rennen an der Spitze entscheiden. Werner setzte den entscheidenden Angriff auf der Abfahrt von Gräfinghagen aus dem Windschatten. Mit einem kräftigen Antritt konnte er Simon überraschen und soweit distanzieren, dass sich beide Kontrahenten alleine im Wind egalisierten. Er erreichte das Ziel mit einigen Metern Vorsprung vor Simon.

    Auf Höhe der Autobahnbrücke konnte Jan wieder zu den Verfolger aufschließen. Karsten reagierte sofort und verschärfte das Tempo. Er läutete damit die schnelle Schlussphase ein. Jan zog direkt mit, Finn konterte und Dario schlug aus dem Windschatten zu. Er sicherte sich überlegen den dritten Rang vor Finn, der etwas mit seiner Übersetzung haderte. Es folgten Jan, Karsten und Frederik.

    MS Straße 2014 Sprint Platz3

    MS 2014 Straße Sprint ü50

    Mit etwas Abstand kam die Seniorengruppe angeflogen. Um den Titel des Ü50-Vereinsmeisters wurde es noch einmal richtig spannend. Dirk zog den „Senioren“ den Sprint an. In seinem Windschatten erkämpfte sich Franky den Sieg, dicht gefolgt von Thomas G., Jörg und Viktor.

    MS Straße 2014 Sprint Frauen

    Einen starken Schlusssprint zeigte auch Esther, die die Strecke gemeinsam mit Ulli bezwang.

    Opfer der noch recht neuen und damit noch nicht ins Blut übergegangenen Strecke wurden Thomas S. und Martin, die beide falsch abbogen und in der Gesamtwertung daher lediglich Punkte für ihren Start sammeln konnten.

    Die Punkteverteilung nach dem ersten Lauf der Vereinsmeisterschaften im Überblick:

    u50 ü50 Frauen MS Straße 2014 Sieger
    Werner 15 Franky 15 Esther 15
    Simon 12 Thomas G 12    
    Dario 10 Viktor 10    
    Finn 9 Jörg 9    
    Jan 8 Ulli V 8    
    Karsten 7        
    Frederik 6        
    Dirk 5        
    Martin 1        
    Thomas S. 1        

     

    Einzelzeitfahren

    Link zur EZF-Strecke Bexterhagen

    Am Samstag, den 17.05. war es wieder soweit. Unser traditionelles Zeitfahren in Bexterhagen stand auf dem Programm. Trotz teilweise guter sportlicher Entwicklungen unserer Mitglieder stand eins eigentlich schon im Vorhinein fest: Heute geht es nur um die Platzierungen. Zu deutlich ist Darios Leistungsvorsprung in dieser Disziplin.

    Ein weiterer Umstand zeichnete sich schon vor dem Start ab: Wer vorne mitfahren möchte, kommt ohne Zeitfahrmaterial nicht mehr aus. Auf edelsten Carbonmaschinen, versteckt unter futurstischen Helmen und mit bollernden Laufrädern hoch wie Treckerreifen rollten die Favoriten an.

    Insgesamt 17 Fahrer und Fahrerinnnen stellten sich der Herausforderung. Leider fehlten für die Gesamtwertung wichtige Fahrer wie Simon, Thomas G. und Karsten. Nico und Katrin können dieses Jahr aus gesundheitlichen Gründen leider noch nicht in das Titelrennen eingreifen.

    EZF 2014 

    Zum Sportlichen:

    Die Damenwertung war heute erfreulicher Weise stärker umkämpft, als die Straßenmeisterschaft am Dienstag. Leider fehlte die Titelverteidigerin Gisela So war der Weg frei für Felicitas‘ ersten Sieg im Sprintaxdress.

    Bei den Männern fuhr Dario in seiner bekannt ruhigen und kraftvollen Fahrweise wieder unglaublich konstante und schnelle Runden. Seine im Vergleich zum Vorjahr etwas langsamere Gesamtzeit deutet auf die schwierigen Windverhältnisse hin. Trotzdem waren die Zeiten aller Starter durchweg gut.

    Werner startete mit einer sehr schnellen Runde, sein Ziel war es den zweiten Platz – oder besser den ersten hinter Dario – schon früh zu sichern, um wichtige Punkte für den Gesamttitelkampf zu sammeln. Platz 3 erreichte Lars mit seinem brandneuen Zeitfahrgeschoss.

    Um die Krone des Ü50-Zeitfahrmeisters kämpften heute fünf Fahrer. Das Rennen konnte schließlich Viktor für sich entscheiden.
    Eine Übersicht aller Zeiten und Platzierungen ist beigefügt.

    u50 Zeit Punkte ü50  Zeit Punkte Frauen Zeit Punkte
    Dario 24:05 15 Viktor 28:05 15 Felicitas 31:34 15
    Werner 25:34 12 Ulrich 29:43 12 Esther 32:56 12
    Lars 26:11 10 Franky 32:06 10 Manuela 34:18 10
    Jan 27:43 9 UlliV 32:10 9      
    Finn 28:07 8 Norbert 35:22 8      
    ThomasS 30:22 7            
    Frank 30:45 6            
    Dirk 31:16 5            
    Martin 31:33 4            

     

    Für die gelungene Veranstaltung sorgten Helmut und Monika (Vorbereitung, Kuchen, Getränke, Zeitnahme), Markus (Streckensicherung), Claudia (Zeitnahme) und Marius (Starthilfe). Danke, ihr seid klasse.

    Abgerundet wurde der schöne Tag durch einen gemütlichen Grillabend bei Jörg und Annette. Vielen Dank dafür.

     

     

    Berg-Ausscheidungsfahren

    am Luisenturm

    P8235210

    Wie man auf Bernds Bildern sehen kann, waren die Luft- und Bodenverhältnisse teilweise recht feucht. Aber von vorne.

    Um 12:30 trafen sich Viktor, Günter, Gunnar, Werner und ich an der Kunsthalle. Durchs Johannistal gings dann zur Luise.
    Als in Werther der Regen kam, gab’s kein Unterstellen. Werner meinte nur „Is eben outdoor-Sport…“. Als er dann kurz vor Borgholzhausen ’nen Platten hatte konnten wir uns dann doch noch unterstellen. Von da ab wurd’s eigentlich immer besser.
    Erst kamen Monika und Helmut mit heißem Kaffee (da konnten wir schon mal was vom Catering abgreifen) und als Werner sein Rad wieder zusammengebastelt hatte kamen die Eikis mit ihrer High-end-pumpe (Bernd, Eure Pumpe hat Finn in meinem Auto heute vergessen). Ja und dann hörte es auch noch auf zu regnen.P8235242

    An der Luise waren dann ca. 20 Leute, von denen 14 an den Ausscheidungen teilnahmen.
    Zuerst gingen die Ü50er an den Start. Da nur 4 Fahrer starteten ging’s gleich ins Halbfinale. Das Finale konnte dann Thomas G. vor Viktor für sich entscheiden.
    Die U50 hatte das größte Fahrerfeld und musste Viertel-, Halb- und Finale ausfahren, das Finn dann vor Werner für sich entscheiden konnte.
    Die 3 Frauen wollten sich die Luise nur 1 X antun und hatten sofort ihr Endergebnis. Felicitas konnte die Auffahrt für sich entscheiden.

    Nach längeren Berechnungen stand dann das vorläufige Tages- und Gesamtergebnis fest und die Sieger konnten geehrt und anschließend mit Sekt, Kaffee und Kuchen gefeiert werden. Zum Glück konnte Helmut seine Kontakte beim Bauern spielen lassen (der ist nämlich Helmuts persönlicher Radsportfan, seit Helmut zur Ötzivorbereitung hier 20 X die Woche die Luise hochkurbelt), so dass der Nachmittag trotz neuem Regens in der Scheune trocken ausklingen konnte.

    Für den Rückweg hatte ich dann zum Glück ein Taxi. Hoffentlich konnten die Anderen ihre gute Laune auch trocken ins Restwochenende retten.

     

    P8235236 

     

    Die Endergebnisse

    Vereinsmeisterschaft 2014 Gesamtergebnis 

    P8235251  

     

    Die Vorjahresergebnisse findet Ihr hier: Vereinsmeisterschaften 2013

     

  • Jeantex Transalp Tour 2006

    Jeantex Transalp 2006
    Teilnehmer: Jens und Bettina Lambracht
    Von Jens Lambracht

    Hallo Leute,

    wie einige von euch wissen haben Bettina und ich dieses Jahr die Jeantex-Transalp
    in Angriff genommen. Die perfekt organisierte Tour führte von Oberammergau in 7 Etappen über 23 Pässe nach Riva del Garda. Das ganze wird mit Zeitnahme als Rennen gefahren. Es gibt 5 Kategorien: Herren, Damen, Mixed, Masters und Grandmasters. Aber das wisst ihr ja sicherlich schon.
    Bettina und ich starteten logischerweise in der Mixed-Kategorie. Unser selbst gestecktes Ziel war ankommen und nicht letzte werden.

    Etappe I: Oberammergau-Sölden 141 km, 2440 hm.

    Da wir nicht wußten wie sich Alpenpässe so anfühlen sind wir das ganze mit gemäßigtem Tempo angegangen. Ich muß zugeben, Bettina hat mich etwas zurückgepfiffen (gut so). Über den Ammersattel war noch geschmeidiges Dahinrollen angesagt, bis zum ersten großen Knaller dem Hahntennjoch. Das Ding mit 15 km Länge hatte nach oben raus so näckische 15-18% und war schon die erste richtige Prüfung. Nach der Abfahrt ging’s über Imst nach Sölden 50 km leicht ansteigend. Mit Platz 30 vom 70 Mixed-Teams in der Tageswertung waren wir dann auch sehr zufrieden.

     

    Etappe II: Söden-Brixen 127 km, 3216 hm.

    Es ging gleich nach dem Start den Berg hinauf. Timmelsjoch, mit 2500 m das Dach
    dieser Tour. Unser Tempo fahr’n war angesagt. Oben, ab ca. 1800 m hatte ich etwas mit der dünnen Luft zu kämpfen, was jedoch kein wirkliches Problem war. Dafür war die Abfahrt um so schöner. Sofort folgte der Anstieg zum Jaufenpass. Auch hier hatte ich das gleiche Problem(chen).Bettina hat das etwas besser weggesteckt. Bis nach Brixen sah es laut Streckenplan nur noch nach Abfahrt aus. Leider kamen zum Schluss noch zwei kleine Hämmerchen, die einem die restlichen Körner aus den Beinen saugten das ganze bei 37°C. Toll, dass wir uns um einen Platz in der Gesamtwertung verbessert haben.

    Etappe III: Brixen-St.Vigi 92 km, 3178 hm

    Die kürzeste Etappe stand auf dem Programm. Dafür ging es gleich mit einem 35 km
    langen Anstieg zum Würzjoch los. Bettina hatte anfangs etwas schwere Beine, die aber im laufe des Tages immer besser wurden. Nach etwas welligem Terrain folgte am Schluss der Furkelpass, eine Steile Rampe jagte die nächste (15-18%). Als Belohnung gab’s eine geile Abfahrt bis zum Zielort. Unsere schlechteste Tagesplazierung hat uns trotzdem einen Platz in der Gesamtwertung nach vorne gebracht.

    Jeantex

     

    Etappe IV: St.Vigil-Wolkenstein 121 km 3481 hm

    Kurz vor dem Start hat es geregnet. Die ersten Kilometer waren neutralisiert, bis zum Anstieg Passo Valparola. Wir hatten gute Beine und konnten sogar etwas Tempo machen. Die Zurückhaltung der ersten Tage hat sich ausgezahlt. In der folgenden Abfahrt fing es leicht an zu tröpfeln, was sich im Anstieg zum Passo Giau zu einem ausgewachsenem Schauer ausdehnte. Dieser Pass war unheimlich steil. Oben waren die Straßen wieder trocken und wir konnten die Abfahrt in vollen Zügen genießen. Die Anfahrt zum Passo Campolongo war nicht wirkich zum Ausruhen, da sehr wellig und Gegenwind. Der Pass selbst war sehr kurz und ganz gut zu fahren. Der Schlussanstieg zum Grödnerjoch hat mir nochmal alles abverlangt, Bettina musste mich kurz vor dem Gipfel noch etwas schieben, da meine Kräfte heute ziemlich am Ende waren. Ich kann daß nicht erklären, warscheinlich Hungerast uns Sauerstoffmangel. Schließlich hatten wir den Blick auf unsere Gesamtplazierung nicht verloren und haben in der Abfahrt nochmal alles gegeben. Wieder einen Platz gutgemacht.

    Etappe V: Wolkenstein – Alleghe 115 km 3184 hm

    Der Startort wurde von uns Wolkenbruch getauft. Es schüttete wie aus Eimern. An diesem Tag stand eine der landschaftlich schönsten Routen auf dem Programm – die Sellarunde. Leider haben wir nur den Asphalt und unsere Vorderradnaben sehen können ggf. noch das Hinterrad des Vordermannes, schade!
    Unsere Beine waren allerdings ganz gut. Das Sellajoch war noch gut zu fahren – inklusive Abfahrt. Der Anstieg zum Passo Fedaia war auch o.k.- die Abfahrt jedoch der Horror. Bettinas Bremsen gingen gar nicht, sodass ich ca. 5 Min. auf sie warten musste. Die Kälte gab ihr übriges dazu. Auf dem Weg zum Passo Staulanza konnten wir uns wieder warm fahren. Auf der Abfahrt war es trocken, sodass wir hier
    normales Tempo fahren konnten. Die größte Schwierigkeit stellte heute der Passo Duran dar, er ist unheimlich steil und schmal. Auf der Abfahrt fing es erneut heftig an zu regnen, sodass wir sehr verhalten durch die engen Kurven fuhren. Durch zwei schwere Unfälle verloren wir den Mut zum Risiko etwas. Das Schlussstück nach Alleghe zog sich unheimlich lange hin und ging über eine sehr stark befahrene Straße. Durch den strömenden Regen und der Spurrillen hätte man besser Wasserski fahren können. Wir waren froh, entlich im Ziel zu sein und hatten uns heute um drei Plätze verbessert. Wohl auch deswegen, weil ca. 100 Fahrer den Besenwagen aufgesucht haben.

    Etappe VI: Alleghe – Kaltern 115 km 2917 hm

    Strahlender Sonnenschein, Gott sei Dank. Die Schmerzen von gestern sind vergessen. Nach 10 Kilometer Abfahrt begann der Anstieg zum San Pellegrino. Es war sehr heiß und steil. Die Beine waren gut und wir hatten das erste mal das Gefühl richtig Radrennen zu fahren. Unsere direkten Gegner wurden belauert und nicht
    mehr weggelassen. Wieder hat es sich gelohnt, die ersten Tage ruhig zu machen. über den Karerpass rollte es fast schon geschmeidig dahin. Das nächste Hämmerchen stand schon in der Warteschleife, der Anstieg nach Deutschnofen. Ich musste unzählige Gels in mich reinschieben, um das Ding einigermaßen zu bewältigen. Das ging allerdings auch unseren Gegnern so. Bettina kam mit den ganz steilen Rampen etwas besser zurecht. Eine wunderschöne Abfahrt ins Etschtal löste in uns wahre Glücksgefühle aus. Wir wussten jedoch, dass noch zwei Anstiege folgten. Der sogenannte Coyotenpass mit seinen 1,2km nicht wirklich lang, dafür mit 20% doch ganz „nett“. Das war für uns allerdings kein Problem, da wir mental darauf vorbereitet waren. Viel schlimmer war das letzte Stück durch die Weinberge nach Kaltern. Das waren auch nochmal 8 -10 % und Heiß,es kam uns vor wie im Backofen und haben dabei unser letztes Korn verbraten. Aber: Platz 23 und alles ist gut.

    Jeantex

     

    Etappe VII: Kaltern – Riva 121 km 2616 hm

    Es ging gleich hinauf zum Mendelpass. Wir hatten das Gefühl unsere Beine werden von Tag zu Tag besser. Wir überholten schnell einige der vor uns plazierten Teams – die haben es wohl zu schnell angegangen.Es kam eine lange Abfahrt mit anschließendem Flachstück,wo wir hohes Tempo fahren konnten. Der nächste Anstieg zog sich unheimlich lang hin, aber man konnte merken, dass alle schon sehr müde waren. Durch etwas welliges Terrain folgte der letzte Ansteig Passo del Ballino, mit anschließender Abfahrt nach Riva del Garda. Die Zeitnahme erfolgte ca. 3km vor dem Ziel, sodass wir die letzten Meter richtig genießen konnten. Mit Platz 17 hatten wir die beste Tagesplazierung und Platz 23 in der Gesamtwertung war doch mehr als wir erwartet hatten.

    Auf allen Etappen waren die Straßen 1 Std. nach den Spitzenleuten gesperrt. Meist
    kamen wir bis halbzeit ca. 50-60 km inden Genuss. Dannach waren allerdings die Straßen weiterhin gesichert, sodaß wir fast immer mit vollem Tempo durch
    die Abzweigungen fahren konnten. Die Unterbringung im Camp war aus unserer sicht kein Problem, wir brauchten uns um nichts zu kümmern und
    haben meist auch gut geschlafen. Auch die Verpflegung unterwegs und das alltägliche Menu in den Etappenorten war ausgezeichnet.

    Fazit:

    Es war das Geilste was wir bisher gemacht haben. Außerdem hatten wir weder
    Reifenpannen, noch sonstige Defekte. Auch von Stürzen blieben wir verschont, was auf der V. Etappe fast schon Glück war. Also, wer ambitioniert Rad fährt sollte die Jeantex Transalp unbedingt mal ausprobieren.

    Jeantex

     

     

     

  • Rennen in Steinhagen

    Impressionen vom Rennen in Steinhagen

    Bilder vom Rennen in Steinhagen

    Einige Fahrer des RC Sprintax Bielefeld haben an dem Jedermann-Rennen in Steinhagen teilgenommen. Hier ein paar Impressionen von dem Rennen. Jedes Bild kann durch anklicken vergrößert werden.

    Rennen Steinhagen
    Rennen Steinhagen
  • Vereinsmeisterschaften 2013 – Simon wird Vereinsmeister

    Bei herbstlichen Temperaturen und einer Menge Sonnenschein fanden am 27. und 28. September die Sprintax Vereinsmeisterschaften statt.

    Einzelzeitfahren

    Beim Einzelzeitfahren am Freitag rund um den Bexter Wald traten 20 SprintaxianerInnen den Kampf gegen die Uhr an.
    Auf 4 Runden à 4,7 km konnten alle einmal testen was in ihnen steckt, viel Laktat war sicherlich dabei!

    In der Frauenwertung erreichte Gisela mit einer Zeit von 32:33,5 und einem Schnitt von 33,2 km/h den ersten Platz. Obwohl für die Frauenwertung nur 3 Runden absolviert werden mussten, zeigte Gisela, dass auch 4 Runden kein Problem sind! Saubere Leistung!

    Bei den Männern siegte Sprintax Zeitfahrspezialist Dario Wildmann trotz einer sich anbahnenden Erkältung mit einer Zeit von 24:19,3 was einem Schnitt von 44,4 km/h bedeutet. Gleichzeitig legte er in der letzten Runde auch noch die insgesamt schnellste Rundenzeit mit 5:57,1 auf den Asphalt. Hut ab!

    Hier die Detailergebnisse:

    Name Runde 1 Runde 2 Runde 3 Runde 4 Gesamt km/h
    dario 06:05,9 06:08,1 06:08,3 05:57,1 24:19,3 44,40
    lars 06:31,8 06:40,5 06:39,8 06:39,4 26:31,7 40,71
    simon 06:35,4 06:35,6 06:48,1 06:50,0 26:49,2 40,27
    viktor 06:55,4 07:02,2 07:05,1 06:55,1 27:57,8 38,62
    thomas g 06:54,7 07:10,3 07:00,4 07:02,8 28:08,2 38,39
    nico 07:03,1 07:09,8 07:13,9 07:15,1 28:41,9 37,63
    finn 07:08,1 07:14,7 07:18,2 07:15,9 28:56,9 37,31
    nils 07:05,0 07:23,4 07:29,4 07:21,9 29:19,6 36,83
    Ulrich 07:25,8 07:28,5 07:31,7 07:23,2 29:49,3 36,22
    thomas s 07:27,2 07:36,8 07:24,9 07:27,0 29:56,0 36,08
    hendrik 07:40,7 07:55,9 07:46,9 07:45,1 31:08,6 34,68
    martin 08:01,1 07:50,4 07:56,4 07:55,3 31:43,2 34,05
    jobst 08:02,2 07:55,3 08:03,0 07:57,8 31:58,2 33,78
    dirk 08:01,3 08:06,1 08:07,8 07:45,6 32:00,8 33,74
    christoph 08:15,8 07:59,9 08:12,5 07:48,0 32:16,2 33,47
    karl-heinz 08:05,9 08:07,8 08:07,7 07:56,4 32:17,7 33,44
    gisela 08:13,6 08:05,8 08:05,4 08:08,7 32:33,5 33,17
    bernd 08:13,3 08:07,0 08:08,0 08:26,6 32:54,9 32,81

     

    Bergzeitfahren

    Samstag stand dann das Bergzeitfahren auf den Luisenturm in Borgholzhausen an. Mit einem Teilstück mit 19% Steigung haben es die knapp 2 km mehr als in sich.

    Wie am Vortag wurde im Minutentakt gestartet. Als erstes ging das Vater-Tochterteam Bernd und Smilla an den Start. Mit einer Zeit von 11:21 sicherte sich Smilla den dritten Platz der Frauenwertung, gefolgt von Paradee mit 9:44 und Gewinnerin Gisela mit einer herausragenden Zeit von 7:37!

    Bei den Herren belegte Dario mit einer Zeit von 5:32 Platz 3, Luisenlokalmatador Lars belegte mit 5:28 Platz 2 und Simon belegte Platz 1 mit einer Zeit von 4:50.

    Die Erschöpfung war den Ankommenden ins Gesicht geschrieben und so wurde nach dem Verlesen der Zeiten noch ein Kaffee getrunken und dann nach Hause gefahren.

    Gesamtwertung

    In der Gesamtwertung konnte sich Simon mit knapp vor Dario durchsetzen.

     

    Danke für die große Beteiligung und vorallem an die Helferinnen und Helfer!

  • TOUR-Transalp 2012

    27 Nationen starten über sieben Etappen durch drei Länder – und Sprintax mittendrin

    Last, but not least: Was geschah am siebten Tag?

    Richtung Monte Bondone führte heute die Strecke von Trento aus hinauf nach Viote auf 1.562 Meter. Über rund 25 Kilometer Abfahrt ging es vorbei an den Lago di Tobolino Richtung Ponte Arche. Hier wartete der letzte Anstieg der diesjährigen Transalp auf die 1.300 Teilnehmer aus 27 Nationen, der Passo del Ballino. Auf den letzten zehn Kilometern ging es dann nur noch bergab bis nach Arco.

    Darios SMS in kurzen Worten:

    Bier schmeckt bereits wieder. Alle heil und gesund am Ziel angekommen. Heute wieder eine schnelle Etappe. Viktor kämpfte wie ein Löwe. Die wahren Helden schreibt – auch hier – die Tour. Riesendank an die beiden Betreuer Frank Muth und Thomas Sliwka. Beide habe großen Anteil an dem Erfolg der beiden Sprintax Teams.

    Esther hat sich auf ihren ersten(!) Alpenpässen super geschlagen.

    Morgen ausrollen oder ausruhen. Montag dann lange Rückfahrt.

    Nun wird in Arco erst einmal gefeiert.

      RC Sprintax Bielefeld 1  RC Sprintex Bielefeld 2
      Rang Rang
      AK Gesamt AK Gesamt
    24.06.12 25 48 61 377
    25.06.12 28 45 62 395
    26.06.12 28 44 59 387
    27.06.12 28 47 55 373
    28.06.12 27 45 52 355
    29.06.12 27 44 50 346
    30.06.12 26 42 49 341

     

  • Tagebuch eines Rennfahrer-Novizen

    Tagebuch eines Rennfahrer-Novizen oder „Lessons to learn“/ Auftritt 1

    von Jan Horstkotte

    2. Gr. Preis der Gemeinde Börger, 18.03.2012, 13,6 km Rundkurs, 7 Runden, Gesamtdistanz 95 km (wenn man durchfährt), am Start: Karsten, Nico und Jan

    Was zu beweisen wäre:

    • 1 Woche Türkei All-in ist die beste Rennvorbereitung
    • 165 km Grundlage reichen für die C-Klasse vollkommen aus

    Aber von vorne,

    für Börger haben Karsten, Nico und ich uns eigentlich erstmal nur vorgenommen zu lernen. Das sollte auch bitter nötig sein. Auf der Hinfahrt waren wir drei noch guter Dinge. Nico ist schließlich jung und talentiert, Karsten hat gut trainiert und ich war wenigsten gut erholt. Im Auto also schnell noch die Taktik absprechen: Erst mal beobachten und im Windschatten lutschen, wenn dann was geht… bitte schön. Nico’s Sorge, die 5 min. vor uns startende A/B-Klasse könnte uns im Laufe des Rennens einholen, konnte ich mit Leichtigkeit und profunden Rechenkünsten beiseite schieben…

    Rennfahrer-Notizen

    Dann die erste wichtige Erkenntnis in Börger: Das Emsland ist nicht die türkische Riviera! Folgerichtig erwies sich meine vom Urlaub geprägte Kleiderwahl (kurz/ kurz) als etwas zu optimistisch für die gebotenen Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Mit ein wenig mehr Vorbereitung hätte ich sicher auch die Einlagen aus meinen Winterschuhen in die Sommerschuhe gelegt, die ich mit nach Börger genommen habe. Immerhin hatte ich die Schuhe nicht ganz vergessen…

    Die nächste Hürde tat sich dann auf, als wir unsere Startnummern in den Händen hielten. Wo sind doch gleich die Sicherheitsnadeln? Was bei uns ein guter RTF-

    Standard ist, muss noch lange nicht auf ein Lizenzrennen zutreffen. Also war schnorren angesagt. Glücklicherweise fanden wir ein paar Holländer, die uns Ihre Sicherheitsnadeln gaben.

    Rennfahrer-Notizen

    Auf die Proberunde konnten wir dann leider nicht mehr gehen. Die Strecke sollte also größtenteils eine Überraschung bleiben. Ein Nachteil, wie sich schon bald zeigte. Vor dem Start klärte uns Jens dann noch auf, dass wir eindeutig als Anfänger zu erkennen sind. Die Startnummern waren allesamt an der falschen Stelle angebracht. Wieder was gelernt. Aber darum ging es uns ja auch.

    Die nächste Lektion folgte sofort. Startaufstellung A/B heißt nicht, dass sich die C-Fahrer nicht auch schon in Position bringen sollten. Wo wir noch freundlich die A/B-Fahrer durchließen, formierten sich die „alten Hasen“ schon einmal in günstiger Position direkt neben der Startlinie. Dass die Begleitfahrzeuge der A/B-Gruppe jetzt leider nicht mehr durchkamen war allen Beteiligten (außer den wild hupenden Begleitern) herzlich egal. Das Ende vom Lied: Sprintax geschlossen am Ende des 90 Mann starken Starterfeldes.

    Rennfahrer-NotizenDer Start verzögerte sich leider etwas, die A/B-Fahrer hatten nun schon 10 min. Vorsprung. Was nach meiner Rechnung bei der 13,6 km-Runde fatalerweise bedeutete, dass sie bereits näher hinter uns waren, als wir hinter ihnen…

    Der Start verlief problemlos und wir konnten einige Plätze gut machen. Auf der breiten und langen Einführungsgeraden nahm das Feld sofort Tempo auf. Die Tachonadel fiel nicht mehr unter 50 und der Puls testete schnell neue Maximalfrequenzen. Als sich alles einigermaßen sortiert hatte, wurde es unruhig im Feld. Erst mal alles in Ruhe beobachten dachte ich und ließ kleine Lücken. Das war dann der letzte und schließlich auch schon entscheidende Fehler des Tages. Alle Lücken wurden sofort genutzt und am Ende der Geraden fanden Karsten und ich uns auf einmal am Ende des Feldes wieder. Nico machte es geschickter und schwamm gut im Feld mit.

    Dass unsere Position ein großer Fehler war wurde uns dann bei der ersten Wende bewusst. Nach der scharfen Kurve wandelte sich die Strecke von einer breiten gut ausgebauten Landstraße in einen kleinen Wirtschaftsweg. Die Spitze des Feldes wusste genau was zu tun war und verschärfte das Tempo. Das Feld zog sich sofort in die Länge. Die nächsten Kurven machten die Situation nicht besser. Mit viel Aufwand haben wir jedes Mal den Anschluss wieder hergestellt. Die Lücken im Feld wurden derweil immer größer, mehr und mehr Fahrer konnten den Anschluss bei böigem 

    Rennfahrer-NotizenGegenwind nicht mehr halten und fielen hinten raus. Die Folge: Eine Lücke von vielleicht 50 Meter trennten Karsten und mich von den nächsten Fahrern. Mit viel Einsatz konnten wir einige Fahrer einholen. Leider entwickelte sich keine dauerhafte Gruppe, da die anderen aufsteckten und das Rennen früh aufgaben. Schon jetzt, nach knapp 8 km war klar, dass wir die mittlerweile große Lücke zur Spitze alleine nicht mehr schließen können. Schließlich wird vorne auch nicht gebummelt. Psychologisch eine wirklich demotivierende Situation für uns: 5° Celsius, die Spitze in Sichtweite, wir mussten selber viel im Wind arbeiten und kamen keinen Meter näher heran. Hinzu die Gewissheit, dass uns am Ende der Eingangsgeraden jedes Mal erneut ein Höllenwind erwartete.

    Da die A/B-Fahrer, bei denen auch Continental-Teams mitmischten, erwartungsgemäß dann etwas schneller waren als Karsten und ich, wurden wir bald eingeholt und gaben dann etwas frustriert in der vierten Runde auf.

    Nico machte es deutlich besser als wir, aber auch er wurde ein Opfer der großen Lücken. Die Mitstreiter seiner Gruppe waren zum Teil deutlich schwächer. Mehrere Versuche mit den stärkeren Fahrern der Gruppe nach vorne auszureißen, scheiterten am mangelnden Willen der Mitstreiter. Nachdem seine Gruppe sich in der 6 Runde komplett auflöste, beendete unser Hoffnungsträger ebenfalls das Rennen.

    Alle drei haben wir heute viel gelernt. Es sind eben nicht nur die Beine, die ein solches Rennen entscheiden.

    Und ja, eine überragende Frühform kann man nach 165 km und 1 Woche Erholungsurlaub wohl nicht erwarten. Beweis erbracht.

     

    Tagebuch eines Rennfahrer-Novizen oder „Lessons to learn“/ Auftritt 2

    von Jan Horstkotte

    11. Rund um Steinfurt, 15.04.2012, 9,4 km Rundkurs, 8 Runden, Gesamtdistanz 75 km (wenn man durchfährt), am Start: Werner, Dario, Nico und Jan

    Auf ein Neues. Der Blick auf Google-Maps verspricht ideale Voraussetzungen für unser zweites Rennen: flaches Münsterland und keine verwinkelten kleinen Feldwege. Der Blick auf die Wettervorhersage stimmt ebenfalls erwartungsfroh: Regen unwahrscheinlich, Temperaturen um 10 Grad und keine Sturmböen. Und auch die Startzeit ist mit 10:30 Uhr einigermaßen erträglich.

    Mit anderen Worten: Es gab keine verwertbaren Ausreden, um sich zu drücken. So ging es Samstag Morgen um 7 Uhr los. Auf der Fahrt dann die erste Ernüchterung, ab Ibbenbüren schüttete es in Strömen und die Temperatur sank auf 5 Grad. Zum Glück hörte der Regen auf, die Temperatur blieb aber im Keller.

    Ein erstes Erfolgserlebnis hatten wir dann bei der Startnummernausgabe. Ja, wir sind lernfähig, alle hatten eigene Sicherheitsnadeln dabei. Und das war auch notwendig.

    Außerdem haben wir in Börger gelernt, dass man besser vorne im Startblock steht und dann auch vorne im Feld mitfährt. Also ging es diesmal früher in die Startzone. Kaum war der Start-Zielbereich freigegeben stürmten die Fahrer auf die Straße. Im Gedränge war an eine geschlossene Mannschaftsaufstellung nicht zu denken. Werner, Nico und Dario konnten sich ein ganzes Stück vor mir positionieren. Hier ist noch Spielraum für Verbesserungen.

    Direkt hinter der Startlinie ging es rechts in ein Wohngebiet. Für einen Kilometer musste sich das 230 Mann starke Fahrerfeld durch eine verkehrsberuhigte Zone quetschen. Erstaunlicherweise blieb niemand an den zahlreichen Ausbuchtungen oder im Kreisverkehr hängen. Nico musste allerdings auf den Bürgersteig ausweichen. In dieser Phase konnte ich zu meinen Mannschaftskollegen aufschließen.

    Aus dem Wohngebiet heraus ging es auf einem schmalen Wirtschaftsweg eine kurze Abfahrt herunter. Am Ende dieses 1 km langen Feldweges bogen wir in einer 90 Grad Kurve auf eine gut ausgebaute Landstraße. Hier habe ich viel investiert (das Wort des Tages) um in der vorderen – ca. 80 Mann starken – Gruppe zu fahren. Den gleichen Fehler wie in Börger wollte ich nicht noch einmal machen. Trotz eines zwischenzeitlich guten Abstands konnten die Verfolger zum Ende des zwei Kilometer langen Teilstücks wieder aufschließen. Das erste Pulver hatte ich also schon einmal umsonst verschossen. Dann kam eine 45°-spitze Kurve. Das unvermeidliche in einem C-Rennen nahm seinen Lauf. Die Ziehharmonika. Mit brennenden Oberschenkeln ging es für 1 – 1,5 Kilometer auf leicht ansteigendem Terrain weiter. Die Straße gipfelte dann – im wahrsten Sinne – mit dem Anstieg zur Hollicher Mühle. Eigentlich alles andere als dramatisch (ich schätze 500 m mit 5-6% Steigung, vielleicht vergleichbar mit der Stedefreunder Straße in Brake; mein Ciclosport zeigte nachher 8% maximale Steigung an) reichte diese Rampe, um mich an das Ende des weit auseinander gerissenen Feldes zurückzuwerfen. Es liegt halt immer noch an der Geschwindigkeit wie schwer ein Berg ist. Ein Fahrer der gleichen Gewichtsliga schaute zu mir herüber und sagte: „Das ging ja schnell.“ Und meinte damit wohl das Ende seines Rennens und stieg aus. Ich wollte mich noch nicht geschlagen geben und habe versucht auf den 2,5 Kilometern hinein bis Burgsteinfurt noch einmal Anschluss an das Feld zu bekommen. Alleine im Wind allerdings vergebens. In der 90°-Kurve auf die 300 m lange Zielgerade konnte ich noch etwas Boden gut machen und hatte jetzt noch etwa 50 Meter Rückstand auf die nächsten Fahrer. In der Abfahrt auf dem Wirtschaftsweg konnte ich aufschließen. Die Fahrer des RSC Ochtrups waren unter dessen dabei einen Vereinskameraden aus der 4 m tiefen Böschung zu bergen. Es hat also auch Vorteile wenn man alleine hinter dem Feld fährt, da wird es halt auch nicht eng. Der Aufstieg zur Hollicher Mühle war im zweiten Anlauf noch anstrengender. Insgesamt konnte ich noch etwa 10 Fahrer einsammeln. Das Tempo konnten leider nur 2 von Ihnen halten, bis zum dritten Anstieg an der Mühle haben wir gut zusammengearbeitet. Hier platzte der dritte Mann weg. Auf der langen Geraden runter in die Stadt schlossen dann die bärenstarken Ausreißer des U17 Rennens – das Rennen startete 5 Minuten nach der C-Klasse – zu uns auf. Das Signal für den letzten verbliebenen Mitstreiter aufzustecken. Dem Feld der U17 wollte ich dann auch nicht mehr im Wege sein und bin darauf hin nach dem Ziel ebenfalls ausgestiegen.

    Kommen wir also zum nächsten Vorteil eines gescheiterten Versuchs ein Rennen zu Ende zu fahren: Die leeren Duschen. Pünktlich zu den letzten 2 Runden stand ich also schon mit einem heißen Kaffee am Ziel und konnte mit den anderen mitfiebern. Werner war unter den ersten 10 und sah noch frisch aus. Nico schwamm im Feld mit und Dario hielt sich am Ende des Feldes zurück. Nach seinem Sturz mit dem Mountainbike am Vortag wollte er kein Risiko eingehen. Nach einer weiteren Runde ging Werner als vierter in die Schlussrunde. Die anderen beiden lagen zu diesem Zeitpunkt schon etwas zurück. Das Tempo wurde in der Spitzengruppe noch einmal deutlich angezogen. Dann der Zieleinlauf. Etliche Fahrer konnten die scharfe Schlusskurve nutzen, um sich an Werner, der an der Innenseite der Kurve eingeklemmt war, vorbeizudrücken. Eine große Gruppe setzte geschlossen zum Sprint an. Aus seiner Position konnte Werner leider nicht mehr um den Sieg mitfahren und rollte nach einer starken Leistung mit einer Top-30-Platzierung über die Ziellinie.

    Lesson learned:

    Die moderne Gesellschaft neigt zu übersteigertem Vertrauen in das Internet: Das Münsterland ist – wieder erwarten – nicht flach und Wettervorhersagen sind eben doch nur Prognosen.

     

  • Hermann-Challenge 2012

    Hermann-Challenge 2012: Kampf gegen die Uhr im Teutoburger Wald

    Auf historischen Boden fand am Samstag, den 18. August 2012, die Hermann-Challenge statt. Neunzehn Teilnehmer(innen) trotzten der Hitze und starteten ab 14:30 Uhr, um die 3,2 Kilometer lange Strecke über 180 Höhenmeter hinauf zur Grotenburg zu bewältigen.

    Dieses Jahr führte der Kurs über die nördliche Zufahrt zur Grotenburg. Dieser im Schatten gelegene Weg kam bei den wüstenartigen klimatischen Bedingungen den teilnehmenden Sportler(innen) sehr entgegen.

    Die Ergebnisse:

    Frauen:

    1.  Esther  00:11:21:32 
    2.  Barbara  00:13:30:30
    3.  Paradee  00:14:45:59

     

    Männer:

    1. Werner 00:07:42:17
    2. Dario 00:07:48:29
    3. Nico 00:08:19:53
    4. Karsten 00:09:02:06
    5. Jan 00:09:03:37
    6. Thomas G.  00:09:27:53
    7. Viktor 00:09:38:34
    8. Thomas S.  00:09:38:47
    9. Frank 00:09:57:27
    10.  Hajo 00:10:04:23
    11.  Andreas 00:10:30:35
    12.  Ralph 00:10:36:08
    13.  Wolfgang 00:11:11:15
    14.  Jörg 00:11:17:20
    15.  Ulli V. 00:11:26:00
    16.  Franky 00:11:53:30